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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1895-01-01 · [18] für das Schlujahr 1845-95 (1895) · page 12

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[18] für das Schlujahr 1845-95 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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7 von Padua stand damals im Zeichen des Raymund Johann Fortis1), dessen Ruhm Schüler aus aller Herren Ländern anlockte und bis an den Hof Kaiser Leopolds I. drang, der seinen ärztlichen Rath einholte und ihm den Titel eines kais. Leibmedicus verlieh. Diese erste Autorität der praktisehen Medicin war der Lehrer Salomo’s und der Prüfende aus diesem Fache bei seinem Doktorexamen. Die beiden anderen Prüfenden waren, aus Philosophie der Arzt Graf Hieronymus Frigimelica, aus der Familie des Leibarztes von Papst Julius III., Franz Frimigelica, der Freund und Lehrer Isak Yita Cantarini’s, der über dessen Studienjahre hinaus seine medicinische Ausbildung leitete und förderte2), in der klinischen Medicin Petro Marcheto. Ein begeistertes Lobgedicht3) zu Ehren dieser Doctorprüfung erzählt uns noch von dem Aufsehen, das diese Auszeichnung des jungen Arztes und Naturforschers, der aüch als Kenner und Pfleger des jüdischen Schriftthums bereits sich hervorgethan hatte, weit über die Grenzen des Ghettos hinaus hervorrief. Mehr als ein Jahrzehnt4) verblieb Salomo noch in seiner Yaterstadt, am Sitze einer so hervorragenden Pflanzstätte der Medicin, in der Nähe der ihm befreundeten Lehrer, bis der Klang seines Namens genügend war, die Aufnahme und das Fortkommen in der benachbarten Hauptstadt, in Yenedig ihm zu sichern. Aber seine Beziehungen zur Universität Padua wurden auch in Yenedig nicht gelockert. Neben der Praxis, die Tag •und Nacht die Thore des Ghettos ihm öffnete, beschäftigt-e ihn auch die Wissenschaft, die er als vielgesuchter Lehrer der Medicin pflegte und verbreitete. Padua war damals ein Name, bei dessen Klange die Herzen aller lichtsuchenden Jünglinge der jüdischen Gemeinden aller Lande höher schlugen. Die Weisheit des Senates von Yenedig ב) Ueber Fortis, auch Ganforti oder Zanforzio genannt, dessen Statue das Ateneo von Padua schmückt, vgl. Cieogna, saggio di hihliografia Veneziana p. 423. 2) S. Dr. Marco Osirao, narrazione della strage . . . d’Asolo e cenni biografici della famiglia Koen-Cantarini p. 73, 114. צ) S. Anhang II. D S. ib. IV.

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