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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1895-01-01 · [18] für das Schlujahr 1845-95 (1895) · page 10

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[18] für das Schlujahr 1845-95 (1895)
Date
1895-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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ס treten1), deren Pflege stets zu ihren obersten'Aspirationen auch in der Folge gehört hat. Eine kleine handschriftliche hebräische Briefsammlung, ein wahres Idyll der Culturgeschichte, die ersten Flüge des auf der Schule in Conegliano weilenden Israel Conegliano darstellend2), führt uns noch mit lebendiger Anschaulichkeit in das jüdische Patricierhaus Immanuel b. ״Israel Conegliano’s in Ceneda in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. In Ceneda blühte ein angesehener Zweig der damals bereits über Oberitalien verbreiteten Familie, deren Einheit neben dem Bande des Familiennamens die Wiederkehr der Vornamen, dieser Schatten der Seelenwanderung, beweist. Dieses Haus gieng in der Pflege der heiligen Sprache und des angestammten Schriftthums so weit, dass auch die Frauen hebräische Briefe zu lesen und in dieser Sprache zu correspondiren vermochten. Der kleine Israel, dessen Vater Immanuel b. Israel in Geschäften den grössten Theil des Jahres ausser Hause zuzubringen gezwungen ist, weiss seiner Mutter Diamante keine höhere Freude zu bereiten, als dass er ihr die geringfügigen Vorkommnisse seines Schullebens in zierlichem und die künftige Gewandtheit früh verrathenden Hebräisch mittheilt. Auch seine Schwester Justa3), deren-er vielfach in diesen vom Ausgange des Jahres 1636 bis in die Mitte des Jahres 1638 reichenden Briefen gedenkt, hat nachmals die Sprache der Bibel in ihren Briefen anzuwenden verstanden. Neben den Schwestern und den zwei Brüdern Israels, Nathan und Josef, lernen wir auch seinen Onkel kennen, der in der Folge als Arzt in Ceneda gewirkt und als Abschreiber medieinischer Werke noch 1682 sich bethätigt hat4). Ein noch erhaltenes Gedicht, ein Einblattdruck aus dem Jahre 1645, feiert die Doppel- 1) . Vgl. מקוד, ישראל (Venedig* 1607). 2) Die kleine Sammlung ist mit den Handschriften Marco Mortaras, des Babbiners von Mantua s. A., in meinen Besitz gelangt. 3) M. Steinschneider, Catalog hebräischer Handschriften, grösstentheils aus dem Nachlasse des Babb. M. S. Ghiromli (Berlin 1872) p. 31 Nr. 96: Mose Belogrados Briefsammlung ,ידי משד. 4) M. K 0 e s t’s Catalog.. derL. Bosenthalschen Bibliothek p. 1174: N. 21111: Abraham Joel Conegliano. Er ist wohl derselbe Abr. Joel Conigliano Veronensis, dessen Einwürfe gegen die christliche Beligion I. B. De-Bossi, Bibliotheca Judaiea Antiehristiana p. 27 Niv 31 erwähnt

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