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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1892-01-01 · [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892) · page 133

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 133)
Language
German
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IRI
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Jehuda Hallevi. 123 ist dasselbe, was ,יהוד. Vielleicht ist auch אהיה eine andere Form des Tetragrammaton; doch ist dieser Same möglicherweise yom Yerbum ״ היהsein“ abgeleitet. Mit diesem Namen sollte der menschliche Geist yom Nachdenken über das eigentliche Wesen Gottes, dessen Erkenntniss unmöglich ist, abgelenkt werden. Darum soll Moses auf die Frage: ״Was ist sein Name?“ mit Hinweis auf diesen Namen ant- Worten (Exod. 3, 14). Es ist das eine ähnliche Antwort, wie die nach Richter 13, 18 vom Engel ertheilte1). Mit אלהים wird Gott benannt, insoferne er durch die menschliche Vernunft auf speeulativem Wege erkannt wird, eine Art der Erkenntniss, die allen Menschen möglich ist; der Name הוה\ ist der Ausdruck für die unmittelbare Erkenntniss Gottes, wie sie nur den Seelen von durchsichtiger Klarheit und Reinheit gegeben war, die von Adam an die Auslese, den Kern der Menschheit bildeten, sowie das Sonnenlicht in durchsichtige Körper eindringen kann. Darum nennt der biblische Schöpfungsbericht das Tetragrammaton erst nach der Erschaffung Adams (Gen. 2,4). Die Aegypter leugneten אלהים nicht (s. Gen. 41, 38 f.), aber ,יהוד ist Pharao unbekannt (Exod. 5, 2). Die unmittelbar sich kundgebende Gegenwart Gottes, wie sie durch das Tetragrammaton bezeichnet ist, wird auch durch פנים umschrieben, s. Exod. 33, 14 und 15, vgl. mit 34, 9. — Während אלהים den Gottesbegriff als Ergebniss philosophischen Nachdenkens bezeichnet, weist יהרה auf das durch das innere Auge der Prophetie erlangte unmittelbare Gottesbewusstsein hin. Der Zustand, in welchem J) J. H. erklärt die Worte אהיה אשי אהיה so: אהיה [ist mein Name], dessen Bedeutung ist: »der ich bin«, d. h. der Gegenwärtige, der bei euch gegenwärtig ist, wann immer ihr mich suchet. Einen grösseren Beweis dafür, dass ich dich gesendet habe — nicht für Gottes Dasein, wie Kaufmann, S. 175 erklärt, — mögen sie nicht suchen, als diesen, dass ich bei ihnen bin. Ganz so — bemerkt dazu J. H., ist auch Exod. 3, 12 zu verstehen: »Dass ich mit dir bin, dies־ diene dir als Zeichen dafür, dass ich dich geschickt habe«. Die Erklärung Hirschfelds, 8 ,232) אלאיה) bedeute »u s. w.« wie bei Korancitaten, ist verfehlt; vielmehr beginnt damit schon die arabische Wiedergabe der Bibelstelle, welche ohne dieses Wort (= האות) unvollständig und unverständlich wäre. — Diese Erklärung J. H.’s zu Exod. 3. 12 erwähnt Ibn Esra im kürzeren Commentar z. St. בשם גאונים.

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