Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 131)
- Language
- German
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Je 1111 da Hall evi. 121 in übertragenem Sinne ״Himmel“ selbst für Gott gesagt wurde. Man wies ferner auf die Wolkensäule und Feuersäule bin, welche Israel in der Wüste begleitete, als in welcher Gott gleichsam unmittelbar gegenwärtig war ('s. Exod. 33, IO)1), ferner auf das ״Feuer am Gipfel des Berges“ (Exod. 24, 17), welches yom ganzem Yolke gesehen wurde, und auf das geistige Gebilde, welches die Auserlesenen im Yolke sahen, und welches als ״Gott Israels“ bezeichnet ist (ib. Y. 10)2). Man weist auf die Bundeslade hin und nennt sie den ״Herrn der ganzen Erde“ (Josua 3, 11). Man weist sogar als auf unmittelbare Werkzeuge des göttlichen Willens auf die Propheten und Frommen hin, denen daher das Attribut איש האלהים (Deut. 33, 1) gebührt d. h. göttlicher Mensch. So wird denn auch die göttliche Erscheinung, welche man je nach der örtlichen Begränzung, unter der sie erkannt wird, ״bei den Cherubim thronend“, ״auf Zion thronend“, ״in Jerusalem wohnend“ und dergl. bezeichnet, als אדני angesprochen3). "יהוד ist ein Eigenname, der Gott allein benennt, während אלהים als Gattungsname auch andere Wesen und Kräfte, deren Wirken und Walten in der Welt erkennbar wird, bezeichnet. Mit diesem Kamen benannte schon der erste Mensch die ihm durch unmittelbare Wirkung ins Bewusstsein getretene lind nicht bloss im Allgemeinen durch Yernunftgründe erschlossene Gottheit. Alle, die gleich Adam durch prophetische Anschauung mit Gott in unmittelbarem Zusammenhänge stan- 1) S. I, 97 (48, 6 ff., Cassel S. 66). 2) וסמי אל הי in Hirse Ilfelds Ausgabe des Originals (264, 18) hat keinen Sinn. »Er wird ferner lebendiger Gott genannt«, wie H. übersetzt (S. 190) gebürt durchaus nicht in den Zusammenhang. אל הי ist verschrieben aus [אלהי [ישראל, wie die hebr. Hebers, richtig hat. 3) IY, 3 (232, 28—236, 2, Cassel 306—308). Darauf folgt ein längerer Excurs über die von den Propheten gesehenen göttlichen Erscheinungen, an dessen Schluss die Erklärung אדני noch einmal zusammeng’efasst wird (242, 27, Cassel 316):פאלי מתל הדא תקע אלאשארה באדני לאמר אלאהי חאצר יקול לה יא ’מולאי. Man darf שי אלאהי =) אמר אלאהי 234, 27) nicht mit »göttliche Thätigkeit« übersetzen (Cassel), noch »g. Einwirkung« (Hirschfeld 197): es ist vielmehr die »göttliche Sache« d. i. die unmittelbar geschaute von Gott gewirkte und ihn vergegenwärtigende wunderbare Erscheinung.