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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1892-01-01 · [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892) · page 125

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 125)
Language
German
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IRI
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3 611 uda Hallevi. 115 Im weiteren Sinne umfasst das heilige Land, das Land der Prophetie1), das ganze in Exod. 23, 31 bezeiehnete Gebiet, also auch die ״Wüste״, das ist die im Deut. 1, 19 näher beschriebene, nebst dem Sinai. Auch Aegypten gehört noch zu diesem Gebiet2); darum war dort die Prophetie Moses’, Aharons und Mirjams möglich, und später die Jeremias’. Auf diesem Gebiete standen die Altäre der Stammväter; dort war der Berg Morija, unbewohnt, als Abraham auf ihm für Isaak den Altar baute, und dessen Geheimniss, seine, besondere Eignung zur Stätte der sichtbaren Gottesherrlichkeit, zu Davids Zeit offenbar wurde3). Denn dass der Berg Morija es war, auf welchem das Heiligthum zu Jerusalem gebaut wurde, ist im Buche der Chronik (II, 3, 1) ausdrücklich gesagt. Auf diesem Gebiete waren die Orte, welche ״Pforten des Himmels״ (Gen. 28, 17) genannt zu werden verdienten. Ein solcher Ort war es, dessen Würde und Gottesnähe Jakob erkannt hatte, als er ausrief* (ib.) : Wie furchtbar ist dieser Ort! — und der deshalb auch einfach als ״der Ort״ das ist die besonders ausgezeichnete Stätte bezeichnet wird, (ib. Y. II)1). Seit der Trennung der Yölker war dieses Land zur Leitung der bewohnten Erde, zum Wohnsitz für die Stämme Jsiäcls_(Peut. 32, 8) bestimmt. Sowie diese das ״Yolk des Ewigen״ genannt werden, so liiess das Land ״Besitz des Ewigen״, die von Gott selbst eingesetzten und nicht etwa durch menschliche Uebereinkunft oder auf astronomischer Grundlage bestimmten Pestzeiten, welche in ihm gehalten wurden, hiessen ״Feste des Ewigen״, die Reinheitsvorschriften, gottesdienstlichen Verrichtungen, Worte und Handlungen, die Gott selbst bestimmt hatte, dass sie in dem Lande geübt 1) s. 1, 95 (p. 44, z 25): (ארץ כנען אדמת הנבואה ==) אלשאם ארץ אלנבודן; IV, 3" (242, 12): מקום הנבואה) מוצע אלנבוה). 2) s. IV, 3 (242, 13): וינתטם פיה מתל מדבר סיני ופארן ושעיר ומצרים. 3) Darauf bezieht sich, wie J. H. bemerkt, Gen. 22, 14. Er meint den zweiten Theil des Verses (den Cassel, S. 101 weglässt), der eine Andeutung auf das Heiligthum enthält, die Stätte, wo Gottes Herrlichkeit sichtbar wird. Ihn Esra zählt den Satz sogar zu den naehmosaisehen Einschiebseln des Pentateuchs, Comm. zu Deut. 1, 1. ף II, 14.

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