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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1892-01-01 · [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892) · page 124

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 124)
Language
German
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114 Jehuda Hallevl. 5. Wie Israel unter Yölkern, so war Palästina unter den Ländern seiner Natur nach dazu geeignet, Bas heil. Land. Strahlen des göttlichen Lichtes, die göttliche Offenbarung aufzunehmen; aber nur als Wohnsitz der Auslese und des Kernes der Menscheit und gefördert durch die an das Land geknüpften religiösen Uebungen und Gesetze1). Alle Prophetie fand entweder in diesem Lande statt, oder sie bezog sich auf dieses Land. Durch die im Lande weilende Gottesherrlichkeit (Schechina) wurde der prophetischen Gabe theilhaftig, wer von der ״Auslese41 zu derselben die Yorbereitung besass. Schon Adam war nach der Ueberlieferung im heiligen Lande gestorben. Dieses Land musste Kajin verlassen; denn darauf zielen die Worte (Gen. 4, 16) מלפני י*י, das ist: hinweg von dem Lande, auf dem ״die Augen des Ewigen44 ruhen (Deut. 11, 12)2). Seth wurde Adams ebenbürtiger Sohn und bekam Anrecht auf das Land3). YonAbraham’s Söhnen wurde zwar auch Ismael durch Gott gesegnet, nach Gen. 17, 20, aber dieser Segen betraf nur irdisches Glück4). Mit Isaak errichtete Gott seinen Bund (ib. Y. 21), ein Ausdruck für den Zusammenhang mit der Gottheit und die Anwartschaft auf die Seligkeit der kommenden Welt, der weder bei Ismael noch bei Esau vorkömmt. Auf den Besitz des heil. Landes bezog sich der Kampf um Erstgeburt und väterlichen Segen zwischen Esau und Jakob: Der Stärkere musste den! Schwächeren weichen5). auserlesener Besitz bezeichnet ist. mit צפרה wiodergiebt. S. seine Uebersetzimg des Jesaia zu 19, 25; 47, 6; 63, 17. 1) II, 8—12. 2) Dazu die Bemerkung, dass auch Jona 1, 3 מלפני י״י so zu vorstoben sei. 3) Man muss liier den Gedankengang ergänzen (zum Tlieil aus I, 95): Dieses Anrecht vererbte sich auf die nun folgenden, die »Auslese« bildenden Patriarchen bis Abraham. .Von Knack s Söhnen, war es Sem, der dieses Land, die Mitte und Kostbarkeit der gemässigten Erdstriche (Klimata), erbte, während Japhet nach dem Norden, Cham nach dem Süden gieng. . 4) Damit weist J. H. stillschweigend den Anspruch der Bekenner des Islam zurück, die wahren Erben der Beligion Abrahams zu sein; denn gerade auf den citirten Vers beriefen sich die mohammedanischen Polemiker. 5) II, 14.

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