Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 122)
- Language
- German
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112 Je h בו da Hallevi.v waren und man von der wunderbaren göttlichen Leitung, die ihr Leben begleitete, Kunde hatte. Ebenso begann Gott die Offenbarung seiner Lehre an Israel nicht mit den Worten: Ich bin der Schöpfer der Welt und euer Schöpfer, sondern : Ich bin der Ewige, dein Gott, der dich aus dem Lande Aegypten herausgeführt hat (Exod. 20, 2), also mit dem Hinweise auf eine dem ganzen Yolke bekannte Thatsache1), Deshalb hat ein Bekenner der jüdischen Lehre, der nach seinem Glauben gefragt wird, zu antworten: ״Ich glaube an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der die Kinder Israels unter Zeichen und Wundern aus dem Lande Aegypten geführt hat, sie in der Wüste ernährte, ihnen nach dem wunderbaren Durchzuge durch das Meer und den Jordan das Land Kanaan gab, der Moses mit seiner Lehre sandte und dann Tausende von Propheten, die seine Lehre durch Verheissungen des Lohnes und Androhungen der Strafe bekräftigten.“ Dieses Bekenntniss beruht auf der Augenzeugenschaft des alten Israel und auf der!steten, der eigenen Erfahrung gleich zu achtenden Heberlieferung2 3 * * * *). Israel der Kern der Menschheit* 4. Der erste Mensch gieng in körperlicher und geistiger Yollkommenheit aus der Hand des Schöpfers hervor. Er heisst der ״Sohn Gottes“ und Alle, die ihm ,Söhne an geistiger Yollkommenheit gleichen, werden Gottes“ genannt8). Yon Adam’s Söhnen war Abel dessen würdig, sein Nachfolger zu werden, und er wurde darob aus Eifersucht von Kajin getödtet. Seth trat an Abels Stelle (Gen. 4, 25), er war Adam gleich 1) Vgl. die Frage J. H.’s an Ibn Esra, von diesem im Excurs zu Exod. 20, 1 berichtet, und I. E.’s Antwort. Das Gespräch hat vor der Abfassung des Kusari stattgefunden. 2) I, 25, ergänzt durch I, 11. 3) J. H. meint den Ausdruck בני האלהים, Gen. 6, 2, vgl. I. E. zu dieser Stelle. Hingegen weiss ich nicht, worauf die Angabe zielt’ dass Adam ־»bei uns Gottes Sohn genannt wird«. Auch II, 14 sagt J. H., Seth sei würdig gewesen, gleich seinem Vater Adam אלד.ים p genannt zu werden. Als merkwürdige Analogie dazu sei erwähnt, dass die genealogische Reihe in Ev. Luc. c. 3 Ende Adam ebenfalls als Sohn Gottes bezeichnet: , . . ׳roü ’ASaa, vou 0soö. V 7