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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1892-01-01 · [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892) · page 120

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 120)
Language
German
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IRI
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110 Jehuda Hallevi. die Lesung des Schrifttextes bestimmenden Formen der Aussprache setzte man1) die sieben Könige (Yocalzeichen) und die Accentzeichen ein2). Die Massora, welche den Text der ganzen heiligen Schrift in Verse eintheilte, mit Yocal- und Accentzeichen versah, die überlieferten Lesungen, namentlich was die volle und defecte Schreibart betrifft, feststellte, sogar die Buchstaben der 11. Schrift zählte, die von der Analogie abweichenden Wortformen mit Kamez und Pathach, Zere und Segol genau unterschied, beruht auf ernster, als Pflicht betrachteter Beschäftigung und tiefen, nur durch göttlichen Beistand erlangten und erhaltenen Kenntnissen. Namentlich giebt sich in der Punktation und Accentuation ein wunderbares Wissen kund, an welches unser gegenwärtiges Wissen nicht hinanreicht3). Die Begründer dieser subtilen Wissenschaft4) deuteten durch Yocal- und Accentzeichen auch auf tiefer liegende die »sieben Könige« bezeichnet ist. Bei Abulwalid, Luma 135, 23 (= Rikma 76, 18) findet sich שבא ממאל אלי אלפתה, wofür die hebr. Uebersetzung: שבא מרטה אל הפתח (der Herausgeber hat die Worte nicht verstanden und in verdorbener Form — מישה statt מוטה — in Klammer gesetzt). ג) Elija Levita, der diese Stelle citirt (Mas. Hamasoreth, III. Einl. p. 126 f. ed. Ginsburg), bedauert, dass J. H. nicht ausdrücklich angegeben hat, wen er sich als Urheber der Voealzeichen denkt, die Männer der »grossen Versammlung« oder die — naclitalmudischen — Massoreten. J. H. liess das absichtlich unbestimmt, weil es für die Hauptfrage irrelevant ist und weil er keine sichere Meinung darüber gehabt zu haben scheint. 2) HI, 31. In der von Neubauer edirten »Petite Grammaire Hebrai'que« aus Jemen (Leipzig 1891), einer Hauptquelle des von Derenbourg edirten Manuel du Lecteur (Paris 1871) ist die Entstelmng der Punktation und Accentuation ebenso dargestellt, nur mit mehr Einzelheiten, aber offenbar beruht die Darstellung auf der im Kusari vorgetragenen (S. 22 f., vgl. Manuel, S. 53 f.). Der Verfasser erklärt es für zweifelhaft, ob die Punktation durch Esra oder schon vor ihm eingeführt sei. Für die letztere Annahme citirt er eine apokryphe Midraschdeutung zu Habakkuk 2, 2. 3) III, 31 Ende, 32. 4) מהבר החכמה הדקה הזאת) ואצע הדא אלעלם אלדקיק). Diese Bezeichnung in Singular ist natürlich nicht stricte zu nehmen, ebensowenig wie die von Levita (am angef. Orte, p. 125) beanstandeten ähnlichen Singulären bei Ibn Esra.

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