Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 106)
- Language
- German
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96 Moses Ihn- Esra. ~ Gottes. Mit dem höchsten Gottesnamen können Attribute nur in metaphorischer Bedeutung verbunden werden. Der höchste Gottesname wird sogar, weil er das Wesen Gottes״ vertritt, als Gegenstand der Verehrung (Deut. 28, 58, vgl. ib. 10, 12) genannt, auch als Gegenstand der Lobpreisung (JSTeli. 9, 5. I Chr. 29, 13)1). Vielleicht werden in diesen Beispielen die Ausdrücke ״Name deiner Herrlichkeit44, ״Same deines Ruhmes44 anstatt des Namens selbst gesetzt, aus Ehrerbietung vor diesem, sowie es bei den Völkern Sitte ist, anstatt des Namens des Königs eine auszeichnende Umschreibung zu gebrauchen2). Alle sonstigen Namen Gottes, sowie seine Attribute, die geistigen ebenso wie die körperlichen, sind Metaphern mit dem Zwecke, ihn unserer Seele näher zu bringen, wenn die Erkenntniss seines Wesens ihr noch so fern ist, und damit er durch sie mit den Herzen des Menschen sich verknüpfe3). Selbst solche Attribute, wie dass Gottes Thun gerecht ist (Deut. 32, 4) und dgl. sind als Metaphern zu betrachten. Wenn es in Ivoheleth 5, 1 heisst: ״Gott ist im Himmel44, so kann dies natürlich nicht wörtlich genommen werden, da ja Gott die ganze Welt und alle Räume mit seiner Leitung umfasst. Dass wir beim Gebete die Hände zum Himmel erheben (nach dem Beispiele Moses’, Exod. 9, 29, vgl. I. Kön. 8, 22, Echa 3, 4l)4), geschieht deshalb, weil der Himmel der höchste und von überall entfernteste Ort ist, aus welchem das Licht ausstrahlt. Aus demselben Grunde, weil der Himmel Alles umfasst, haben ihn die Menschen in metapliorischerWeise5) als die Stätte Gottes, der das All umfasst, bezeichnet (s. Ps. 2, 4, Ps. 68, 34, Deut. 33, 26). 1) Den Vers Neh. 9, 5 oitirt M. Ibn Esra so, als wäre er ein Psalmvers: ואמר משיה י׳'י צבאות. Dasselbe timt Joseph Ibn Zaddik (37 .<! ,ם׳ עולם קטן) in Bezug auf Neii. 9, 6 ועל זד. אמר דוד ע״ה. Zur Sache vgl. Bach ja, oben S. 72. .ואומות העולם עושים כן כי יכנו שם דמלך בכנויים (2 וכל שמותיו ומדותיו הרוחניים והגשמיים הם העברות כדי להקריב אנחנו (3 .(אותו .1) אל הנפש ואם הוא רחוק ממנה ויקשר בהם בלבבות בני אדם 4) Nebenbei weist M. I. E. die Meinung eines Bibelexegeten (אחד מן המפרשים) ab, dass die Menschen beim Gebete deshalb die Hände zum Himmel erheben, weil von dort der Hegen kömmt, von dem das Leben der Menschen abhängt. 5) על דרך העברה לא על דרך אמת, mit Hinweis auf 1 Kön. 8, 27,