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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1892-01-01 · [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892) · page 68

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 68)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122080--2288-3123983
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m^BB₪₪₪₪*. 58 Bachja Ibn Pakuda. es zur Quelle verinnerlichter Frömmigkeit, befestigten religiösen und sittlichen Bewusstseins. Dass ein Buch in einer nicht immer als fliessend und klar verständlich zu bezeiclinenden Uebersetzung, welches einen beträchtlichen Theil seines Inhaltes wahrscheinlich fremden,״ arabischen Vorlagen entnommen hat1), dennoch eine solche' Bedeutung und Ye1> breitung erlangen konnte, dass es zu einem jüdischen Erbauungsbuche ersten Bnnges wurde, verdankt es, abgesehen von den Vorzügen seines Inhaltes, seiner klaren Disposition, den trefflichen Gleichnissen und kernigen Sprüchen, die es in reicher Fülle bietet, dem es durchdringenden tiefreligiösen Geiste und sittlichen Ernste, besonders aber auch dem Gebrauche, welchen Bachja in seiner Pflichtenlehre von der heiligen Schrift gemacht hat. Alle seine Darlegungen und Mahnungen sind von einer reichen Fülle trefflich gewählter und ungekünstelt, in bester Weise homiletisch angewendeter Bibelstellen begleitet‘־). Diese Citate werden nur selten besonders erklärt, und Bachja’s Werk bietet für Schrifterklärung eine im Verhältniss zu seinem Umfange nur geringe Ausbeute, nichtsdestoweniger findet sich in ihm mancher beachtenswerthe Beitrag zur Geschichte der jüdischen Bibelexegese, in deren Blüthenzeit unser Werk entstanden ist, in der Zeit eines Abulwalid, den Bachja auch ausdrücklich als Meister der Bibelerklärung nennt3), eines Je hu da Ibn Balaam und eines Moses Ibn Gikatilla. Und wenn auch das Buch von den Herzenspflichten kein religionsphilosophisches!) Dass Baclija aucli niclitj ü di sehen Werken Vieles entnommen hat. sagt er ausdrücklich in der Einleitung (14 a): Ausser den überlieferten Aussprüchen unserer Weisen habe er auch Aussprüche der Weisen und Frommen jeder Nation benützt, weil er hoffte, dass die Herzen sich ihnen zuneigen und auf ihre Weisheit merken werden. Dies Verfahren rechtfertigt er mit zwei Aussprüchen des Talmuds Sanh. 39 b, Megilla 16 a) über die auch von Heiden anzunehmende Belehrung. 2) Für die Anwendung von Bibelsätzen ist charakteristisch die Bemerkung B.’s hinsichtlich der zu den sieben Gründen des Gottvertrauens von ihm citirten Stellen, IV, 2 Ende : והשכל גוזר בהקבץ אלו השבעה ענינים בבורא ... לבן הבאתי אלו הפסוקים מן הכתוב לזס־ון בלבד. 3) Zu Beginn der Einleitung. S. mein: Leben und Werke des Abulwalid, S. 47.

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