Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 58)
- Language
- German
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״ewig leben“ macht, ist die Erkenntniss der oberen (intelligibeln) Welt; vgl. Prov. 3, 181). Die Cherubim sind die Engel (die intelligibeln Wesen der obern Welt)2); das ״Flammen des Schwertes“ bed. bildlich die Sonne3). — Ibn Esra leitet diese im Namen Ibn Gabirols citirte Auslegung der Erzählung vom Paradiese mit der Bemerkung ein, er habe bei keinem der Grossen das Geheimniss dieser Erzählung dargelegt gefunden, als bei Salomon Ibn Gabirol, weil dieser ״ein grosser Weiser in der Lehre von der Seele wrar“4). Damit ist auf die psychologische Grundlage der Philosophie Ibn Gabirols hingewiesen5), aber auch auf den vornehmlich psychologischen Charakter der mitzutlieilenden Allegorese. Zum Schlüsse derselben bemerkt Ibn Esra: ״Durch dieses Geheimniss ist ersichtlich, dass die Seele dessen, der die Erkenntniss der obern Welt erlangt, am Throne der Gottesherrlichkeit steht und ihre Lust in Gott findet6), Vgl. auch V. 445—458 der »Königskrone«, wo auf die Zeit des irdischen Daseins, in welcher die Seele durch die ihr anhaftende Unreinheit nicht in die Gottesnähe gelangt, Lev. 12. 4 b angewendet ist.!) ועץ החיים דעת עליון. Zu עליון S. oben S. 46, Amn. 3. "V on dieser höchsten Erkenntniss spricht Ibn Gabirol zu Beginn des Eons Vitae (Munk S. 7, Guttmann S. 69). 2) Ibn Gabirols Engellehre in poetischer Eorm: Königskrone Y. 340—385. S. auch den Eingang seines ethischen Compendiums. 3) ולהט החרב משל לשמש. Wie diese Deutung (welche Ibn Esra in dem zweiten — gewöhnlichen — Comrn. zu Genesis zurück־ weist: והמפרשים כי על השמש דבר איננו אמת), zu verstehen sei, ist nicht klar. — Ygl. das Bild von der Sonne im Eons Yitae (Guttmann, S. 254). .בעבור שהיה חכם גדול בסוד הנפש (4 5) S. Joel a. a. 0. S. 11. c) והנה נראה בסוד הזה כי נשמת יודע דעת עליו; עומדת עם כסא הכבוד מתענגת על שם הנכבד והנורא-. Vielleicht schloss Ihn Gabirol selbst seine Auslegung mit diesen Worten. Eine sehr beachtenswertlie Analo־ gie zu dieser Pointe der ganzen hier reproducirten allegorischen Auslegung bietet — wie schon Jellinek, a. a. 0. S. 29 bemerkt — eine Stelle der »Königskrone« (zu Anfang, Y. 45 f. nach Sachs’ Zählung): אתה חי והמגיע לסודך ימצא תענוג עולם ואבל וחי לעולם. Die Anwendung der Schlussworte von Gen. 3, 22 ist also nicht bloss geistreiche Spielerei, sondern Hinweis auf die Allegorie. Ygl. übrigens Eons Yitae, Ende des III Tractates (Munk, S. 64, Guttmann, S. 169) und Y, 27 ■(Munk S. 107, Guttmann S. 219). An beiden Stellen wendet auch