Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
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״ner-MnT’Twy .. ■PTWTwrimiifim 3ß Der Ga 011 Sa ad ja. die Autorität der Offenbarung als den Glaubensinhalt des Judentliuins gegen die Angriffe ilirer Gegner zu schützen. Er sagt übrigens in der Einleitung ausdrücklich, dass sein Werk den doppelten Zweck verfolge: das von den Propheten als Lehre Ueberkoinmene durch vernunftgemässes Forschen zur tlmtsächlichen Erkenntniss zu machen1) und die Angriffe auf unseren Glauben zurückzuweisen2). Eine Gewähr für die siegreiche Bekämpfung solcher Angriffe findet Saadja in dem ermuthigenden Zurufe Gottes an Israel (Jes. 44, 8)3): ״Aengstiget euch nicht“ (s. Jes. 51, 13) vor der äussern Uebermacht der Gegner, ״fürchtet nicht“ (s. Ezech. 2, 6) vor ihren Reden, ihren Argumentationen. ״Ich habe dich ja längst hören lassen und dir mitgetheilt“ (s. Jes. 41, 22), nämlich das Zukünftige und Yergangene4). ״Seid ihr doch meine Zeugen“, als Augenzeugen der vor Israel geübten Wunder. ״Es giebt keinen Gott ausser mir“, ihr habt also nicht zu fürchten, dass eine andere Gottheit etwas wirkt, wovon ich euch keine Kenntniss geben konnte. ״Es giebt keinen Felsen, ich kenne keinen“, d. h. es giebt Niemand, und sei er noch so felsenfest in Weisheit und Ansehen (Jes. 51, 1), der ein Argument gegen euren Glauben Vorbringen und eure Lehre schädigen könnte, ohne dass ich es wüsste und es euch kundgethan hätte5). Die apologetische Tendenz kömmt inSaadja’s Hauptwerke aber auch ausdrücklich zur Geltung, da es neben der positiven Darlegung der Glaubenslehren auch die Widerlegung abwei- D S. oben S. 5, Anm. 3. 2) Einl. S. 22 (11). Auch Baclija kennzeichnet den Inhalt solcher Werke, wie Saadja’s Emunoth mit den Worten: »Befestigung der Gegenstände der Beligion in den Seelen auf dem Wege der Beweisführung und. Widerlegnng derer, die nicht mit uns übereinstimmen« (Herzenspflichten, Einleitung, nach dem Original der Stelle bei Kaufmann, die Theologie des Baclija Ibn Pakuda S. 6; statt כלפנא ist dort zu lesen: צאלפנא. Ibn Tibbon übersetzt: לישב עניני התורה בלבבינו בדרכי הראיות ותשובת המינים). 3) Einl., S. 22—24 (11 f.). 4) הגדתי bed. nach S. speciell die Berichte der heiligen Schrift über die Vergangenheit. Vgl. oben S. 1, Anm. 4. 5) Im Sinne dieser Erklärung umschreibt S. in seiner Jesaia- Uebersetzung die letzten Worte unseres Verses so : והל יגוז א] יכו] מעתמד לא אערפה.