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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1892-01-01 · [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892) · page 35

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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Der Gaon Sa ad ja. 25 sämmtliclie Satzungen der Thora, die 613 Gebote und Yerbote ihrem Inhalte nach unter die einzelnen Worte des Dekalogs, so dass in jedem der letzteren eine Anzahl jener enthalten ist1). 15. Gott heisst in Daniel 12, 7 das ״Leben der Weltu, denn so wie das Leben (die Lebenskraft) in jedem Die Welt. Theile wie im Ganzen des Lebewesens da ist, ebenso De* Mensch, ist Gott in jedem Theile und im Ganzen der Welt ^eele gegenwärtig2). Yon Gottes Allgegenwart im ganzen Weltgebäude• zeugt besonders Jeremias 23, 243 *). — Unter den Werken des Schöpfers besteht ein auf Symmetrie beruhendes stetes Gleichgewicht; darauf bezieht sich Ivoh. 7, 141). — Die vier Elemente sind in Hiob 28, 24 f. aufgezählt: Erde, Hirnmel (d. i. Feuer), Wind (Luft), Wasser; diesen Elementen, das will unsere Stelle besagen, hat Gott die einem jeden eigenthümliehe JSTatur verliehen, mit tiefer, dem Menschen unerforschliche!* Weisheit5). Denselben Gedanken drückt Agur aus, Prov. 30, 4, wo ebenfalls die vier Elemente genannt sind: Himmel, Wind, Wasser, Erde6). Warum alle existirenden Wesen erschaffen wurden? Darauf giebt Ps. 145, 12 die Antwort: um die göttliche Weisheit und Allmacht zu offenbaren. Aber nach Jes. 48, 17: zum Heile der Erschaffenen7). Dass der Mensch der Endzweck ־נ) Ib. p. 22 f. (41). Die Classificirung aller biblischen Torscliriften unter die in dem Dekalog gegebenen Grundgesetze, nach S. ein logisches Postulat und — wie er dabei angiebt — von ihm auch im Einzelnen durchgeführt (vgl. seine Asliaroth in קובץ מעשד. ידי גאונים ־ p, 39—54), wird bereits von Philo seiner Darstellung der pentateuchisehen Gesetze zu Grunde gelegt. Ygl. auch : Die Agada der Tannaiten, I, 392, Anm. 5. 2) Jez.-Comm. zu IT, 1 p. 70 (92). Ygl. ib. S. 66 (88), die Anwendung von Koh. 11, 5, zur Bekräftigung der Idee, dass »Gott die ganze Welt trägt« (Jezira III, 5), wie die Seele den Körper. 3) Ib. p. 71 (93). 4) Ib. zu I, 2. p. 25 (45). Daran knüpft sich die weitere Bemerkung, dass wahrhaftes Gleichgewicht, nach Ps. 18, 31, auch in den Geboten Gottes und, nach Ezech. 18, 25, in seinem Yerfahren mit den Menschen herrsche. 5) Ib. zu I, 1, p. 15 (31). 6) lb. ib. 7) I, 72 (38). Ausführlicher bespricht S. die Frage im Sinne des zweiten Theiles der Antwort in dem durch Jehuda b. Barsilai

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