Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
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ר ן ■:.,ן 1׳••< Der Ga011 Saadja. 21 Redeweise auch an die erschaffene Lichterscheinung zu ס denken1). Da die Kategorie der Zeit auf Gott nicht angewenäet wrerden kann, ist die Aussage seiner Dauer nur als Annaherung zu betrachten. Wenn sich dennoch bestimmte Zeitangaben über Gott finden, so beziehen sich diese auf gewisse von ihm ausgehende Wirkungen. So ist in Ps. 90, 2b die stete Dauer seines Beistandes gemeint (nach Ps. 68, 21a). ״Yor mir״ (Jes. 48, 10) bedeutet: bevor ich einen Gesandten geschickt habe2); ״nach mir״ (ib.): nachdem ich ihn geschickt habe. Dass eine solche Erklärung im hebräischen Sprachgebrauche begründet ist, zeigen Stellen, wie II Samuel 18, 14 (״vor dir״) und I Kön. 1, 14 (״nach dir״ .(״Yon dem Tage an״ (Jes. 48, 18) zielt auf irgend einen ausgezeichneten Tag, etwa den der Offenbarung am Sinai. Kategorie des Habens, Besitzens. Dass Israel Gottes Antheil, Besitz genannt wird (Deut. 32. 9), soll Israel aus- Zeichen; ebenso wenn, umgekehrt, Gott der Antheil des Frommen heisst (Ps. 16, 5), ist es eine Auszeichnung für den Frommen. Den gleichen Sinn haben Ausdrücke wie Gott Abrahams, Gott der Hebräer3). Zur Kategorie der Lage gehören Ausdrücke wie ״Gott sass״ (Ps. 29, 10), womit seine Stätigkeit, Gott ״erhebt sich״ (Hum. 10, 34), womit sein Beistand bezeichnet wird. Hingegen muss man Angaben wie ״Er stellte sich hin״ (Exod. 34, 5), er ״gieng״ (Gen. 18, 33) auf die von Gott erschaffene Lichterscheinung beziehen. verständliche הישות bei Ibn Tibbon (p. 52, Z. 39) Uebersetzung von;אדיה, einer, irrthümlichen Lesung für •א^ף (»Nation«). 0 Gottes Wohnen wäre also: das Verweilen der von Gott erschaffenen Lichterscheinung. Die Bemerkung Kaufmann’s S. 64, Ä. 119 ist ungenau. 2) In seiner Jesaia-Uebersetzung (ed. Derenbourg p. 85) übers. S. לפני mit קבל פעלי. 3) Israelsohn (Bevue des E. J. XVII, 312) theilt aus einem handschriftlichen Commentar zum Deuter, eine wahrscheinlich von Saadja herrührende Widerlegung Chiw wi’s, des freigeistigen Bibelkritikers aus Balch (s. unten, § 20) mit, der Deut. 32, 9 in gotteslästerischer Weise erklärt hatte. Israelsohn findet mit Eecht in unserer Stelle eine stillschweigende Abweisung jener Erklärung.