Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
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Der (Jaon Saadja. 17 Zusammengesetztheit und Gegliedertheit der Welt und aller ihrer Theile; darauf deutet die h. Schrift mit dem Ausdrucke כונן hin, welchen sie für die Schöpfung des Menschen (Ps. 119, 73), der Erde (Jes. 45, 18) und des Himmels (Ps. 8, 4) anwendet1). 3. Die Accidenzen, die zu den Theilen der Schöpfung neu hinzutretenden Zustände, angedeutet in Jes. 45,122). 4. Die Endlichkeit der Zeit, auf welche in Hiob 36, 25 angespielt ist3). — Die Absurdität der Annahme, dass die Dinge sich selbst erschaffen hätten, ist in der h. Schrift mit Ps, 100, 3, und Ezech. 29, 3 bezeugt4). — Die Worte in Koheleth 1, 4 : ״Ein Geschlecht geht, ein anderes kömmt, die Erde besteht immerdar“, in welchen man einen Widerspruch mit dem Glauben an den zeitlichen Anfang der Schöpfung gefunden hat, dienen vielmehr als Beweis für diesen Glauben; denn sie besagen: die stets neu entstehenden Generationen der Wesen, in der Pflanzen-, Thier- und Menschenw'elt, folgen einander, die Erde aber besteht immerdar, bis ans Ende ihrer Existenz, in diesem Wechsel der neuen Geschehnisse; sie muss also auch selbst einmal entstanden, kann nicht von Ewigkeit her sein5). — Der Wille Gottes, vermöge dessen er die Welt erschuf, heisst in der h. Schrift רוח (Hiob 26, 13); wenn der Wille zur That geworden, heisst er Gottes ״Wort“ (Ps. 33, 6)6). Gegen die Anhänger der Lehre von der Anfangslosigkeit der Welt wendet sich auch Hiob 22, 157): ארה עולם bed. die ״Lehrweise der Ewigkeit“, d. i. die Lehre der Dah-!) כונן bed. nach S. zusammensetzen, ineinanderfügen, einrichten; er übersetzt es mit אצלה" 2) Ygl. Comm. zu Jezira I, 4, p. 34 (56), nach Ps. 135, 6. 3) In seiner lieber Setzung des Hiobbuches (ed. Cohn p. 79) giebt S. die zweite Vershälfte so wieder: ואלתפת אליד״ אלאנפאן מן זמאן בעיד »der Mensch wendet sich zu ihm von ferner Zeit hei«. ±) I, 38 (21). 5) I, 70 (37). Ebenso in der Einl. zum Jezira-Comm. p. 3 f. (17). Im Sinne dieser Erklärung übersetzt Ibn Gajj&th (ed. Löwv p. 3) ואלארץ קאימה מדה עאלמהא. Bei S. im Emunoth אלי אבד עאלמהא, im Jez.-Comm. אלי אכר עמרהא ועאלמהא. 6) Jez.-Com. zu IV, 1, p. 69 f. (91;. Vgl. Munk, Melanges p. 233 f. 7) Einl. zum Jezira-Comm. p. 2 (15). 2