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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1892-01-01 · [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892) · page 19

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122080--2239-3123934
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Der 'Gao.n; Saadja. 9 zehrendes Feuer44 nur durch Ergänzung verstanden werden kann, dass nämlich seine Strafe dem Feuer gleich verzehrt, vgl. Zephanja 3, 8. 3. Widerspruch mit einem andern, deutliehen Bibeltexte, z. B. Deut. 6, 16: ״versuchet nicht den Ewigen, euern Gott44, wogegen es in Maleachi 3, 10 heisst: ״Stellet mich durch dies auf die Probe.44 In einem solchen Falle muss die weniger klare Stelle umgedeutet werden. In unserm Beispiele muss gesagt werden: nur wer aus Zweifel an Gottes Allmacht ihn versucht, sündigt gegen das Yerbot, s. Ps. 78, 18 f.; hingegen ist es gestattet, Gott zu erproben, ob er für seinen Diener ein beweisendes Wunder üben werde, wie z. B. Gideon that (Richter 6, 39), oder Chiskija (II. Kön. 20, 8). 4. Eine dem Wortlaute des Textes entgegenstehende Tradition, der entsprechend der Text zu erklären ist, z. B. Deut. 25, 3, wo die Zahl vierzig, nachdem die Tradition die Zahl der Schläge auf; 39 bestimmt, als abgerundete Zahl zu erklären ist, wie ja auch in Ifum. 14, 34 die ״vierzig Jahre44 eigentlich nur 39 Jahre bedeuten, da das erste Jahr des Wüstenaufenthaltes hier nicht mitgerechnet werden kann1). — Wem es gelingt, einen Bibelvers zu deuten, der aus einem der erwähnten vier Gründe der Deutung bedarf, verdient göttlichen Lohn, und von ihm gilt das in Prov. 2, 4 f. Gesagte. Wer sich bemüht, einen Bibelvers zu deuten, ohne dass ihm das gelänge, hat für seine Bemühung keinen Lohn zu gewärtigen, doch ist er auch wegen ihrer Erfolglosigkeit nicht straffällig2). Wer 1) VII, 212 f. In Ibn Tibbons Uebersetzung, in der bekanntlieh der VII. Abschnitt auf einer wesentlich verschiedenen Gestalt des arabischen Originals beruht (s. Landauers Einleitung, p. VIII f.), findet sich die betreffende Stelle auf S. 109. Sie beginnt da mit den Worten: .. . אנהנו בני ישראל מאמינים כי כל אשר בספרי הנביאים הוא באשר נראה ממשמעו והידוע ממלותיו אלא מה שהנראה ודדדוע ממנו מביא אל אהד מד׳ דברים. Die Beispiele sind dieselben, nur werden ihre Deutungen besonders gegeben, mit den einführenden Worten: ,והדרך בבל אלד שיבוקש להם שער עובר בלשון ממה שמנהג הלשון לשמש במלות ההם בו, was arabisch so lauten würde: ואלטריק פי־ הדה בלהא אךלתמ1ם להא באב גאיז טמא עאדה אללגה אסתעטאלה פי הדה אלאלפאט.. 2) V, 186 (93). Der Schluss dieses Passus lautet bei Ibn Tibbon: ואם לא ישלם לו זה אין לו גמול כי אם עונש. Danach Guttmann (S. 191): »misslingt ihm dies aber, so hat er nicht nur keinen Lohn, sondern sogar eine Strafe zu erwarten«. Das ist unverständlich)

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