Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [15.] für das Schlujahr 1891-1892 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Der Gaon Sa ad ja. 3 2. Den Inhalt der heiligen Schrift bilden ausser Der an^emcme den Erzählungen über die Yergangenheit, Inhalt der durch w eich e~'wir zum Dienste Gottes geleitet werheil. Schrift, den sollen, die göttlichen Gebote selbst, sowie die Y e rheiss u'n'gen der auf deren Erfüllung und dichterfüllung gesetzten Vergeltung. Denn die Bücher der Propheten, und ebenso die Bücher der Weisen welchen Volkes immer, umfassen ihrer Bestimmung nach dreifachen Inhalt: Darlegung dessen, was geboten und verboten ist; Hinweis auf Lohn und Strafe; Erzählungen über Solche, die sich durch ihr Thun Heil oder Verderben zugezogen haben.*) Mit dieser Eintheilung ist der wesentliche Inhalt der hiblischen Bücher, soweit sie Satzungen und Lehren, geschiehtliehe Erzählungen und prophetische Reden enthalten, angegeben, da auch die poetischen Bücher als Fundgruben religiöser Belehrung anzusehen sind.* * 3) Saadja hat in Wirklichkeit in seiner Verwendung biblischer Texte keinen Unterschied zwischen den einzelnen Büchern gemacht, ihm gilt ihre Gesammtheit als Urkunde wahrhafter Ueberlieferung, als ג) lieber die. Art der Bezeichnung* der Bibel und ihrer Theile bei Saadja s. mein : Aus der Schrift erklärung des Abulwalid, S. 56. Die gewöhnlichste Bezeichnung für die Bibel als Ganzes ist neben' אלכתאב, womit aber auch ein einzelnes Buch gemeint sein kann, der Plural הספרים=) אלכתב). Aber auch das mit dem arabischen Artikel verbundene מקרא findet sich oft. Einmal findet sich — Einl. 14 (7) — אלבתב אלמנזלה >>(he offenbarten Bücher« (bei lbn Tibbon: ספרי הנבואה). " 2) IIT, 126 (65). Bei Gu 11 m a nh, ST 145, heisst es unrichtig: »nicht nur in der heiligen Schrift, sondern ebenso in den Schriften der Propheten und Weisen anderer Yölker«. Die »Schriften der Propheten« sind eben die »heilige Schrift« selbst und von ihnen sind die Schriften der Weisen aller Yölker (בתב אלעלמא מן בל קום) deutlich gesondert. ספרי הנביאים) כתב אלאנביא) bezeichnet auch sonst bei S. die heilige Schrift als Ganzes, z. B. Einl. 21 (7), II, 80 (42). 3) Dieselbe Eintheilung des biblischen Inhaltes führt S. auch in der Yorrede zu seiner Pentateuchübersetzung (ed. Derenbourg) aus und beleuchtet sie mit zwei Beispielen aus Levitictts und Proverbien. Am Schlüsse derselben Yorrede fasst er den Inhalt der heiligen Schrift kurz in die Worte zusammen: עדני התורה הגדר => מעאני אלתורה כבר ואב*ד ר־בזא וצווי וגמול). Wie selbst die Psalmen sich in das Schema dieser Einleitung fügen müssen, zeigt Saadja in seiner Einleitung zum Psalmeneommentar. S. den Auszug aus derselben bei Geiger, Moses b. Maimon, 8. Anmerkung (Gesammelte Schriften III, 70 f.) 1*