Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 222)
- Language
- German
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219 wissensfreundlich, erblickten sie ihren Stolz darin, in ihren von Wohlhabenheit zeugenden Wohnungen dürftige Gelehrte zu beherbergen und zu verpflegen, in deren Erinnerung die so hochsinnig gewährten Wohlthaten unvergessen fortlebten. Wohl durch seinen Enkel Phöbiis war die Familie Menachem Chalfans mit einer anderen österreichischen Familie, der des Hof-Gold־ und Silberstickers Ascher Selig b. Isak Cohen aus Leipnik, genannt Salomon Isaae, in Berlin verschwägert 1). Hier lebte auch der Drucker Isak b. Salomo aus Lakenbach 2) und der aus Eisenstadt vertriebene gelehrte Isak, genannt der Alte, der Schwiegervater des Zacharias Mendel, des Sohnes des Rabbiners Rafael. Mendels Wittwe wandte nach seinem Tode sich nach Berlin, wo sie 1716 verstarb3). Die Furcht der Exulanten, dass sie auf dem neuen Boden nicht würden heimisch zu werden vermögen, erwies sich als unbegründet. Im Volkswie im Gemeindeleben, in Gesittung undGesmnung verschmolzon sie gar bald mit ihrer Umgebung, wackere Colonisten, ein kräftiger Einschlag, ein lebensvolles schöpferisches Element nach dem Sinne des grossen Fürsten, der sie unter seinen Schutz genommen hatte. Keine der bedeutenderen Familien unter den Aufgenommenen hat sich aus Brandenburg wieder hinwegbegeben. Wenn Meschullam Salman Mirels oder Heumark 4) Berlin verliess, so geschah es nur, weil die mächtig emporstrebenden Schwester- Gemeinden Hamburg-Altona5), die zurZeit der Vertreibung sohinge- 1; ir; O׳: -ijs i g ב) Landshath 26 תוללות n. 2. Asclier Selig war der Mäcen seines Landsmannes und Verwandten Josef b. Binjamin Seeb Wolf Epstein aus Kanitz, des Herausgebers von Alami’s אגלת מוסד (Berlin 1713). 2) Cat. Bodl. N1*. 8241. 3) Sie heisst auf ihrem Grabsteine in Berlin : תנה 2ת הד״ר איצק זקן ז״ל מפפ דאדרה ממגורשי אייזנשטט אלמנת מוהר״־ זכייה מענד״ל בן הדב מודד"־ יפאל זצ״ל. 4) So unterzeichnet er א2| השהם BGA. 55 : משול׳ זלמן בלא״א ההסי׳ מהור״ר יעקב דוד זצלה״ה ניימרק und הינוך בית יהודא rga. 13b :זלמן מירלש• R. E1jakim Götz nennt ihn ib. als Verwandter der Mirels : מחותני; s. oben p. 80 n. 4. Auch Jakob Emden nennt seinen Grossvater abwechselnd Mirels und Neumark. 5) Es fehlte hier auch nicht an Familien, die vor oder nach der Vertreibung aus Wien sich hier ansiedelten. So nennt sich Simon b. Israel Tobia Wiener als Besitzer von cod. Hamburg 233 s. M. Steinschneider, Catalog der hebr. Handschriften in der Stadtbibliothek zu Hamburg p. 93. In Heckscher’s Beschneidungsregister von Altona im Besitze des Herrn Babb. Dr. Sg. Auerbach in Halberstadt erscheint 1701/2 גלשון סג״ל p מודיל (Nr. 117) als B. Model