Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 216)
- Language
- German
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213 öffentlichen Synagoge durch das Decret vorn 17. November 1697 gestattete 1). Model und Pessel Pies sind durch die Verbindungen ihrer Kinder und Enkel die Stammeltern einer zahlreichen Nachkommenschaft geworden, auf welche die Familien Pies, Güterbock, Israel, Lehfeld, Geber, Gebert und Speier ihren Ursprung zurückleiten 2 3). Zum höchsten Ansehen gelangte in der neuen Heimath auch das Bruderpaar Salomo und Benjamin Mirels. In asketischer Frömmigkeit und talmudischer Geistesarbeit im Wiener Ghetto grossgeworden, setzten sie auch hier das neben ihren Geschäften dem Studium und Werken des Wohlthuns gewidmete Leben fort. Salomo, für den am 28. Dezember 1678 der brandenburgische Gesandte sich verwenden soll, damit er behufs der Negotiirung eines Anlehens für den Kurfürsten sich einige Wochen in Wien auf halten dürfe 2), vertauschte bald die kaufmännische Laufbahn mit der rabbinischen, da die Gemeinden Hamburg, Altona und Wandsbeck ihn zu ihrem geistigen Führer beriefen. Benjamin, 1673 bereits Voreteher der gesammten aufgenommen Judenschaft 4), der in Berlin zurückblieb, wo er, allgemein betrauert, Donnerstag den 22. März 1691 vei•- starb, ward durch seinen Sohn Naftali Hirsch der Grossvater des hochberühmten Pabbiners David Frankel, des Lehrers Moses Mendelsohns 5). Seine Schwiegersöhne waren, wohl noch von Wien aus, Mose b. Abraham Zebi, Rabbiner v. Grodno 6), und Juda Loeb. Sohn Dawid Isak Seckel Frankels in Fürth. Nach seinem Tode schenkte seine Gattin Pösel, die Schwester Zacharias*, des Grünl) Ib. II. 45; Naftali Hirscli war in erster Ehe mit cler Sonntag den 5. Dezember 1677 als Wöchnerin sammt ihrem Blinde verstorbenen Lea, der Tochter Löb b. HescheTs, in zweiter mit Mirel, der Tochter des reichen und gelehrten Samuel Sanwel, verheirathet, die Donnerstag den 10. April 1721 als Wittwe starb — statt ביום ג׳ י״ג ד0ן תפ״א ist ,ביום ה zu lesen. — Das Todesjahr Hirschs ist auf Steiner Grabsclirift nicht mehr zu entziffern : ביום ו י״ב דר" ח אלול ת*“* Koppel Kies starb als Greis Freitag den 5. April 1709 s. Lands- Mith 6 תולדות. Tewle Kies starb 1727. a) 32 ,1 הצפירה. 3) L. Geiger II, 9. *) Ib. 5) Landshuth 35 f. e) 8. E. Friedenstein 42 עיר גבויים f., 99. Ihn citirt Abraham b. Juda Löb Przemysl פתה האהל (Sulzbach 1691) f. 15d, Mose b. Jesaja ברית מטה משה f. 11b, Juspa Cohen לקט שמואל f. 56d. Juda Selig קול יהודה (Fürth 1769) f. 3!a, 32c~d.