Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 217)
- Language
- German
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…/3122061-3122082--1692-3123868- Visual Library
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214 ders der Wiener Talmudklause, mit ihren Söhnen Isachar Bärmann, dem Namensträger ihres Vaters, und Naftali Hirsch Neumark d. i. Fränkel der kurfürstlichen Bibliothek in Berlin die vier kost- / baren Bände einer alten und geschätzten Bibelhandschrift in Eiesenfolio1). Bösel, die Dienstag den 6. April 1694 ihrem Manne im Tode folgte, traf die letztwillige Bestimmung, dass bei ihrer Bestattung wie auf ihrem Leichenstein jede Lobeserhebung unterbleiben solle. Ihrem gelehrten Sohne Naftali Hirsch, Vorsteher und Babbinatsassessor der Gemeinde, fiel 1714 die Ehre zu, bei der Einweihung der neuerbauten Synagoge einen talmudischen Vortrag zu halten 2). Seine hervorragenden Söhne, Verbindungen mit den gelehr־ testen Babbinern Deutschlands 3) hoben noch das Ansehen der Familie, in der Wissen und Mäcenatenthum erblich schien. B. Naftali sah noch seinen Sohn David Fränkel das Babbinat der Gemeinde Dessau bekleiden4) und seinen Sohn Salomo durch die in Jessnitz bei Dessau veranstaltete Ausgabe von Maimunfs Gesetzescodex sich mit dem Buhme eines hochsinnigen Mäcens bedecken 5). Zu den Häuptern der österreichischen Einwanderer hatten auch Benedict Veit und sein Schwiegervater Jakob Gnmpriekt gehört. Jakob Gumpricht oder, wie sein hebräischer Name lautete, (Jakob) Mardochai Gumprecht, Sohn Jechiel Aschkenasi’s, den man irrthümlich zur Familie Gomperz gerechnet und zum ersten Hofjuden Berlins gemacht hat 6), starb kurz nach seiner Nieder- ג) M. Steinschneider. Verzeichnis der hebräischen Handschriften (die Handschriftenverzeichnisse der Kön. Bibi, zu Berlin) p. 1. : Landshuth in Berliner’s Magazin X, 29 f. 2) s. in פ״ הריטבא," על מס׳ קידושין f. 45!>. L. Geiger 1, 23; h, 46 f.; Landshuth hinter סדר בקור הולים p. 29 Nr. 47. Ihn nennt B. Zewi Aschkenasi הכס צבי bga. 65:.מחותני. s) Ygl. die Approbationen zu משגה תורה (Jessnitz 1739—42). ף Landshuth 36 תולדות f. 6) Das Gedicht vor dem vierten Bande dieser Ausgabe unterschreibt Naftaii:נפתלי הירש במהר״ר מימן זצ״ל בן ראש חריפי ווינא מהר״ד דוד מירלש זצ״ל■ 6) L. Geiger I, 7; II, 9, ohne Quelle, jeäoch Landshuth folgend, wie dessen Nachlass zeigt. In dem Dekrete vom 10. September 1671 ist Jacob Gumprecht deutlich als österreichischer Schutzjude gekennzeichnet. Er war auch der Schwiegervater des Abraham Eies, wenn ich die Angabe auf dem Epitaph ־ seiner am 2. Ijar 1739 verstorbenen Tochter Telzel . אלמנת הקצין הר״ר אברהם ז״ל ממגורשי איסטרייך mit Becht auf Eies beziehe. Dies scheint auch das Decret vom 10: September 1671 Geiger U, 7. zu bestätigen.