Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 205)
- Language
- German
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202 haben, dass seine Frau das Klima nicht ertrug; der wahre Grund seines Abganges wird aber wohl das Zerwürfniss gewesen sein, in das er durch den Pseudomessias Mardochai Eisenstadt mit seiner Gemeinde gerathen war 1). Er hatte die fromme Schwachheit, diesen Abenteuerer, einen Aftertrieb an dem gefällten Baume Sabbatai Zebis, nach Modena kommen zu lassen, wo er als Messias verehrt wurde. Als B. Bär, zu spät zur Besinnung ernüchtert, von dem unsaubern Gesellen sich abwandte, schrie der Anhang über Verrath am Heiligsten. Mit Noth bewilligte man ihm einen Abzug״ in Ehren gegen das Versprechen, fernere Lästerungen des Eisen- Städters zu unterdrücken. Wieder wanderten Bär und Bella, von dem Sterne Wagenseils geleitet. In Schwabach machten sie Bast, in der Absicht, nach wenigen Tagen aufzubrechen. Hier war aber eine Colonie von Wiener Exulanten angesiedelt 2)ר die ihre alten Landsleute beherbergten, verpflegten und unterstützen, so dass sie׳ den Winter von 1679 auf 1680 hier zuzubringen sich entschlossen. Aber der Fluch des falschen Messias, über den B. Bär nicht reineu Mund gehalten hatte, verscheuchte die Fliehenden auch von hier. Aus Modena waren Anschwärzungen gegen Perlhefter eingelaufen, dem man auf einmal es auch verdachte, dass er WagenseiFs Lehrer gewesen, man duldete ihn hier nicht länger; er musste fltickten. Ein Babbinat, das ihm in sicherer Aussicht stand, hatte er jetzt, trotz der Verwendung Wagenseils, nicht erlangen können.. Nach kurzem Aufenthalte in Ottensoos, von wo er noch die Verhindüng mit seinem gefeierten Schüler aufrechterhielt 3), wandte er sich zu dauernder Ansiedlung in die Heimath seiner Gattin,, nach Prag. Zu den Wiener Exulanten, welche durch Heranbildung von Schülern und Pflege des aus dem Ghetto von Wien mitgegebrachten Wissens das Talmudstudium in den baierischen Gemeinden verbreiteten, gehörte nicht im letzten Grade auch Simon AkibaBär, Sohn Josef B. Henochs. Der Schwiegersohn des Veitei B. Isserls, des hochgelehrten Babbiners von Kremsier 4), und durch diese Verbin- *) rb. Nr. 40. 52. Den Brief Bär Perlhefters über den Pseudomessias aus• % Eisenstadt bat Wagenseü dem Johannes v. Lent mitgetheilt s. Grätz X, Noten, p. BXII. f. s) Epistolar N1*. 53. .3) Ib. Nr. 40. 0 S. oben 86 n. 1. In עבולת בורא. (Berlin 1700) f. 7d bemerkt sein Schwiegersohn: שמעתי מפה קדוש אדוני מ״ו.חמי הרב הגדול חים הכולל אב״ר■ ן