Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 203)
- Language
- German
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200 er auch die Freundschaft des kabbalistisch gerichteten R. Naftali Cohen und David Grünhut’s gewonnen, die nachmals für ihn so verhängnisvoll werden sollte 1). Als er nun 1709 in die Nähe seines allmächtigen Bruders nach Schwabach kam. hatte Elkan nunmehr Alles, was ihm noch fehlen mochte, den Beirath in Gemeinde- Sachen, das rabbinische Orakel. Als ob eine Ahnung von dem tragischen Falle seines Hauses ihn beschlichen hätte, hatte R. David, wie sein Sohn R. Henoch Wagenseil gegenüber versicherte2), sterbend seinen Nachkommen es auf die Seele gebunden, von den eines Frommen unwürdigen kabbalistischen Künsten lebenslänglich sich fernzuhalten. Unähnlich dem erleuchteten Tater, war R. Hirsch in Frankfurt ins Garn der ausübenden Kabbala geraten, die jetzt in Schwabach das Netz wurde, in dem er und sein Bruder zu Falle kam 3). Die Rache und Angeberei eines Juden, der seine Glaubwürdigkeit vorher durch die Taufe bekräftigte, stürzte das beneidete Bruderpaar von der Sonnenhöhe der Macht und des Ansehens in den tiefsten Abgrund des Verderbens. Im Jahre 1712 war das Verhängniss unabwendbar über sie hereingebrochen 4). Der Landesvorsteher der Ansbacher und Fürther Judenschaft, der Hofjude und verwöhnte Günstling Wilhelm Friedrichs, Elkan Fränkel, musste, durch alle Erniedrigungen geschleift, bis zu seinem Tode, der 1720 ihn erlöste, im Kerker der Wülzburg schmachten. Sein Bruder Hirsch, den man auf die Mauerburg nächst der Schwabach wie einen gemeinen Verbrecher geschleppt hatte, 1ward durch eine wunderbare Rettung vor dem Schicksale bewahrt, seine Tage als Häftling zu beschlossen 5). נ) Sclmdt II. *196 f., 240. David Grünhut,!Rabbiner in Wiesbaden s. מגדול דוד hinter טוב רואי f. 63b ' Stammte aus Prag. Dort starb sein Bruder Jakob ib. f. lla als Greis am 1. Neujahrstage 1726, dessen 20-jähriger Sohn Abraham 5. Tebeth 1701 (8. Sock). s) Sota 1199 f. 3) Schudt II, *196 f. 4) JElaenle 73—86; Barkeck. Geschichte der Juden in Nürnberg und Fürth 79 f.; Fronmüller, Chronik von Fürth 116 ff. 5) Mordechai Model b. Juda Selke Frankel, Rabbinatsassessor in Schwabach berichtet in der Vorrede zu אספקלריה המאירה von seinem Grossonkel R. Hirsch:מצד אבי אני ממשפחת פרעגקיל• שאא״ז הי׳ אח להגאון אב״ד וו־״« כמוהר״ר הירש זצ״ל שהוא נתפס על קדוש השם במגדל וה׳ הי׳ עמו והצל אותו בכבוד גדול• ואביו של הגאון הנ״ל הי׳ הגאון הנחל המפורסם כמהור״ר חני הנוך המכונה הענוך זצ״ל שהי׳ אב״ד ור״מ בק״ק באמבוריק ובק״ק הענא יעא־ שבהו נמצא