Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 202

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 202)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
87% known words query
IRI
…/3122061-3122082--1677-3123853
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

199 Als R. Henoch die Augen sc!110ss7 war das glänzende, aber später so unheilvolle Gestirn seines Sohnes Elkan erst in seinem Aufgange. Er allein hatte von Anfang an sich unter den Schutz des Markgrafen begeben, während seine Familie zu den dompröbstischen Schutzverwandten in Fürth gehörte. Kundig *), unternehmend und thatkräftig, wie er war, erhob er noch bei Lebzeiten des Yaters sich zu Ehren und Würden. Sein Vermögen und sein Ein״־ fluss wuchsen bis zu dem Grade, das es weit und breit in der Judenschaft keinen mächtigeren und glücklicheren Mann gab als Elkan Fränkel. Mit dem Regierungsantritte des Markgrafen Wilheim Friedrich schien vollends das Glück seines Hauses der Mittagshöhe zuzueilen. Damals geschah es wohl auch durch seinen Einfluss, dass sein Bruder Hirsch in seine Nähe zum Oberrabbiner von Schwabach berufen wurde 2). Von R. Henochs fünf Söhnen war nur Bärmann3) am Sitze seiner Wirksamkeit als Rabbinatsassessor in Hanau verblieben, Mose hatte sich in Minden in Westphalen niedergelassen, wo er als Vorsteher eine ebenso angesehene als gesegnete Thätigkeit bis zu seinem 1726 erfolgten Tode entfaltete4), Wolf in Frankfurt am Main sich angesiedelt, wo auch Hirsch, der Zweitälteste nach Elkan, sich auf hielt. DemBerufe des Vaters war nur Hirsch treu geblieben. Als Rabbiner von Idstein mit dem Wohnsitze in Frankfurt, war seine Müsse der Anordnung und Fertigstellung der rabbinischen Gutachten und Schriften R. Jair Bacharachs und R. Gerson Aschkenasi’s gewidmet, über denen er freilich die Herausgabe des väterlichen Nachlasses verabsäumte 5). Hier hatte לראש משמורת, משך בעול של תורה שרדית וערבית בתמימות וישרות, מורנו הדב ר׳ חיים סג״ל זצ״ל בן הגאון מורנו הדב ר׳ דור סגל עם נשמת אי״ו שרדו בעבור שניתן בעבורו לצדקה בשכר זה תהא הלקו ב״ע עם שאר צדיקים חסדים וחסידות בצרור החיים צרורה א״ס יצא, נשמתו בטהרה ש״ק. ונקבר ביום א, י״ט שבט תמץ לפ״ק בכבוד גדול• Die Grabsteine in Hanau sind nicht mehr aufzufinden. ג) Wagenseil, Sota 1157 nennt B. Henochs Sohn Elkan: filium suiim haud indoctum, B. Elchananem. Durch ihn oder B. Salrnan Sehneor in Eiirth sollte noch nachmals W. die Briefe an B. Henoch nach Hanau gelangen lassen.2) Ilaenle 73, 124. 3)Hanau 1714 erschien das hehr. Eulogium zu מפתח התלמוד הגדול. Dem Yater gleich mit christlichen Gelehrten verkehrend, war er derEreund Bashuysen's. 4) Kaufmann, Samson Wertheimer 60 n. Das Memorbuch Nr. 62 der Merzbacheriana ist das der Gemeinde Minden in Westphalen, nicht, wie Läivenstein a. a. 0. 195 behauptet, das von Münden in Hannover. 5) Vgl. sein Vorwort zu שדת עבדות הגרשוני und Kaufmann a. a. O. 59. Iu der Handschrift des Wiener Beth ha-Midrasch nennt ihn Baeharach häufig : .ר, הירש הענא

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.