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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 181

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 181)
Language
German
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…/3122061-3122082--1656-3123832
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der reiclie und wobltbätige Josef Oberländer, der im Ghetto von Wien in dem ansehnlichen Hause Nr. 11 in der Tandelmarktgasse gewohnt hatte 1). Sein Schwiegersohn Josef Schalom wirkte in der neuen Heimath bis zu seinem 1696 erfolgten Tode als Rabbiner2). Ungarisch-Brod, die Heimath der im Ghetto von Wien durch ausgezeichnete Männer vertretenen Familie Brod 3), nahm eine grössere Anzahl von Wiener Exulanten auf. Die Beschreibung der Judenhäuser dieser Gemeinde4) von 1726 enthält auf die Frage, ob sich 1670 Wiener "Vertriebene daselbst niedergelassen, die Antwort: »der aussage nach eines alten Juedens David Moysses sollen 6 Persohnen auss der Wiennerischen Migrirung anhero khomen seyn, auss welchen nur einer Nahmens Jakob Abraham Sesshafft gemacht, die andere aber alss Moysses östreicher, Lazar Scholem, Wolff wienner, (C)[T]oderos Veidt, Moysses Doktor Seynd allhier alss Inleuthe biess zum Ihren todt geblieben«. Jakob Abraham’s Enkel war Markus Jakob, der als Handelsman 1726 unter den 76 Häusern der Gemeinde Nr. 15 besass; sein Vater Jakob und sein Endl d. i. Grossvater Abraham waren 1670 aus Wien eingewandert. Aber auch noch andere Wiener Familien hatten sich im Ghetto von Ungarisch-Brod niedergelassen. Jakob Schikh5) und sein Sohn Moses, deren Familie in Wien und besonders in Prag ausgebreitet und angesehen war, hatten sich hierher gewendet; dem Enkel Jakobs, Jakob Moses, gehörte ein Viertel des Hauses Nr. 5; der Vater von Kollmann, d. i. Kalman Moysses in Nr. 45 war »der ג) Kealis 80. Der Schätzungswert!! des Hauses betrug 2612 fl. 431/2 kr. 2) Hach dem Vorwort zu יד אבי של1ם (Oflenback 1720) heisst sein Schwiegervater: הקצין הנדיב הר״ר יוזפא אובר לענדיר ז״ל ממגורשי ווינא• Die Commentarien B. Josef Schaloms zur 11. Schrift verbrannten mit der Bibliothek seines Sohnes Me'ir zu Nikolsburg am 10. August 1719 s. Kaufmann a. a. O. 102 n. 2. Oberländer zog wohl erst später nach Durlach; vgl. Cat. Bodl. Nr. 8606. 3) Zewi Hirsch, Sohn des Isak Brod starb in Wien 1653, s. Inschriften Nr. 289, seine Frau Sprinza 1652 Nr. 189, sein Sohn Jakob 1665 — die Überschrift Mose Sohn G-erson bei L. A. Frankl Nr. 307 verschüttet das Grab David’s, des 1646 verstorbenen Sohnes Mose Jeremias Gerstl’s oder Gersons. — Der Vater des Vorstehers Aron Brod hiess Jpsef Jakob Lewi s. oben 59 n. 1. 4) Ich verdanke diese besonders in socialstatistischer Hinsicht werthvolle Beschreibung der Häuser und Einwohner dieses Ghettos der Güte des Herrn Babbiners M. D. Hoffmann in Ungarisch-Brod. 5) S. Inschriften s. v. Schik. Die Ausbreitung der Familie in Prag bezeusren S. Hock's Beeister.

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