Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 180)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/3122061-3122082--1655-3123831- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
177 Sundei wollte, wie er an Wagenseil schrieb 1), bereits am 27. April 1670 sich dahin oder nach Nikolsburg begeben. Ebenso werden Puttitz, Piesling und die seitdem aufgelöste Gemeinde Althart aus der Zahl dieser Vertriebenen sich verstärkt haben. Die Juden von Weitterfeld, die in der Heimath bereits eine kleine Gemeinde gebildet hatten, nahm Fürst Starhemberg nach Schaffet auf2), wo sie weiter eine geschlossene Einheit bildeten und die deutsche Ausspräche ihres Mutterlandes unter sich fortpflanzten. Heute noch erinnert diese Insel niederösterreichischen Dialektes in Mähren an die Vertreibung von 1671 und an die Treue ihrer Opfer. Aber auch der Ostgränze folgend und in den Gemeinden landeinwärts, überall begegnen wir in Mähren den Flüchtlingen von Wien und Niederösterreich. So finden wir in Göcling den Wiener Exulanten David b. Isserl, der sich unter den Schutz des Fürsten Dietrichstein in Nikolsburg begeben hatte, nachmals Rabbiner in Trebitsch, einige Jahre hindurch an der Spitze des Rabbinates 3). Hier hat auch nach der Vertreibung seiner Eltern aus Wien Mose b. Jesaja, nachmals Hausrabbiner Jost Liebmanns in Berlin, einen Theil seiner Kindheit verlebt4). Nach Bisenz begab sich ב) Epistölar Nr. 17c. 2) Nacli einer Urkunde der Herrschaft Frain, deren Kenntniss ich wie die Mittheilungen über Schaffa allesammt der Bereitwilligkeit des Herrn Rabb. M. L. Kolm in Piesling verdanke. Auf einem Thora-Silberblech in Schaffa erinnert noch die undatirte Widmungsinschrift: נשים צדקניות שבק׳יק ווייטלס פעלד an den Ursprungsort der Gemeinde. 3) David, der sich am 1. September 1672 bereits als Rabbiner von Göding gegen ein Schutzgeld von 3 fl. jährlich unter dem Schutze des Fürsten von Nikolsburg stehend erklärte, dürfte 1676 nach Trebitsch als Rabbiner aufgenommen worden sein, wo er 41 Jahre wirkte s. Kauf mann: Samson Wertheimer 51 n. 2. Im Nisan 1718 war sein Sohn Menachem Mendel, vormals Rabbiner in Rausnitz, als Assessor des Rabbinates Nikolsburg, wo er 1706 bereits mit R. David Oppenheimeorrespondirte s.נשאל ד1ד HI, 22, designirter Nachfolger seinesYaters inTrebitsch s. seine Approbation zu מאזני צדק und דמשק אליעזר (Wilhermsdorf 1718). 4) ,ברית מטה משד (Berlin 1701) 1»: לא זכיתי לקריאת שמע בני מופד אביך מהמת שהיה כשכור ולא מיין דגם אני הייתי תוך הגולה וגלתה יהודה מעוני מוויאן שהיה על תלה בנוי ובשנה ההיא היה ת״ל ושממה" צעיר לימי׳ הייתי אהר גרש מוויאן היה תוקע אהלו בק״ק גידונג ואח״ב מהמת קול רעש גדול והבהלה והמהומה שהיה שם נדדנו משם נדוד ונסענו לק״ק ווילנא יצ״ו למשב-הותנו- Semen Grossvater nennt er f. 104b::אמ״ו זקני הגאון המפורסם מוהר׳נר אורי שרגא ווייבש שהיה נשיא בא״י S. oben p. 61 n. 3. Über Jost Liebmann s. L. Landshuth תולדות אנשי 2 השם f., 6 f. Kaufmann!j die letzte Vertreibung־. 12