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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 163

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 163)
Language
German
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160 poldstadt erfuhr hier zuerst die kaiserliche Genehmigung. Aber die Privilegien lockten keine Käufer; die Rechte trugen keine Zinsen; die Schuldenlast schwoll von Tag zu Tage. Dem widrigsten aller Räusehe, dem des Hasses, folgte eine bittere Ernüchterung. Man hatte sich verpflichtet, die ehedem jüdischen Abgaben an die Aemter abzuführen, denen sie zugewiesen waren. Das Proviantamtג), in richtigem Vorgefühl des Jammers, der nun folgen werde, hatte noch vor Ahzug der Juden am 16. Juli gebeten, dass die jüdische Gemeinde das am 20. Juli fällige Quartal von 2500 fl. zu gutem Ende bezahle, aber die Commission hatte so viel Einsehen, dass man nicht noch für die Austreibung eine Gebühr erheben dürfe, und wies den Bittsteiler Oberstlieutenant Raschalli an die Stadt. Nun war des Klagens kein Ende. Die Städtguardia und die ungarische Grenzbesatzung, die aus den von den Juden mit strictester Pünktlichkeit an das Proviantamt ahgeführten Geldern bezahlt wurden, harrten murrend ihrer Löhnung, das Amt stand bloss mit leeren Kassen, die Hofkammer wurde mit Beschwerden bestürmt, die Baten mussten mit Drohungen und Executionsbefehlen der Stadt entwunden werden. Das Vicedomamt sah seit dem Abzüge der Landjudenschaft keinen Heller. Da die 18 mitleidenden Landstädte, die der Magistrat von Wien heranziehen wollte, Nichts beitrugen, so blieben die 4000 fl. Toleranzgelder unbezahlt * 2). Aber die 10,000 Gulden der Wiener Judenschaft mussten gezahlt werden; da half kein Sträuben und Remonstriren; man fühlte mit den Juden, die nicht mehr da waren, wie es thut, zu bluten bis zur Erschöpfung. Die Stadt hatte keine Quelle, aus der sie diese Auflage hätte hereinbringen können. Wohl schlug man sie auf die neuen Hausbesitzer der ehemaligen Judenstadt 3), aber sie stand eben leer, die Kauflust wollte נ) Die Zuschriften des Oberstlieutenants des Proviantamts an die Hofkamnier bewahrt das Archiv der k. k. Hof-Kammer. 2) Nach dem Gutachten der Hofkammer hei G. Wolf 100. Am 11. Mai 1672 und 30. Sejyfcember 1672 (Stadtarchiv s. s. 23/!611 י(2ז. August 1673 (ib. 30 ,(3ד16/גג. Juli 1674 (ib. 4ד4/16ג) ergehen die Androhungen des Kaisers an die Stadt wegen der von Jahr zu Jahr anwachsenden Schuld der unbezahlt bleibenden 4000 fl. Noch vor dem Auszuge der Juden hatte die Stadt in ihrem Anerbieten vor der Commission die Bitte ausgesprochen, es möchten zu den 4000 fl. der Landjudenschaft »die. 18 Mitleidente Statt und Märkht aine ergiebige Beytrag tliuen« (Archiv des k. k. Ministeriums des, Innern s. d.). s) Am 29. April 1672 werden Stapfer, Schlözer und Ennsspaumb ange-

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