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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 124

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 124)
Language
German
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IRI
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121 zog sich die Kaiserin eine Erkältung zu, die eine Früh- und Fehlgehurt zur Folge hatte. Die Juden sollten es entgelten. Für die hoffnungslos gewordene Mutter wie für den spanischen Franziscaner, den sie sich als Beichtvater nach Wien mitgebracht hatte, war es eine ansgemachte Sache, dass in diesem neuen Unfälle die strafende Hand des Himmels für die den Juden gewährte Duldung sich offenbarte 1). Wenn das Haus Habsburg sich noch eines Thronfolgers erfreuen sollte, so musste zuvor dieser Hindere!* aus dem Wege geräumt sein. So ward das Grab, das sich da im Kaiserhause geöffnet, das Grab der Judenschaft in Wien und Niederöstgrreich. Mit Recht liess nachmals Abele 2) die Juden singen: $>er grofs feiger LEOPOLD tf)ät un§!!ierbor paffireit / tft trorbett nun un§ a'6f)0(b / tüir miiffen forttnarfdjiren / Sein üötorgarittj fjulff and) bar^it / bafs mir fjciben nunmehr!ein Stuf) / bas geuer ffjäi fie ן Ritten. Am 25. Dezember 1669 erfuhr man im Ghetto an einem Lebenszeichen der Commission, wessen man sich zu versehen habe 3). Binnen 24 Stunden sollte, so ergieng im Namen des Kaisers der Auftrag an die Richter und Beisitzer der Gemeinde, zu Händen 9 Die Zweifel, die Schudt I. 344 im Gegensatz zu Barrios und Basnage dagegen auspricht, dass die Kaiserin »gemeinet / ilire Unfruchtbarkeit käme von Gottes Zorn her / weil man die Juden zu Wien lidte / wie die Juden vorgeben« / erledigen sich durch die übereinstimmenden Berichte der Zeitgenossen. Der venetianische Gesandte berichtet unter dem 8. März 1670, wie ich Dank meinem Freunde Babb. Giuseppe Jare in Ferrara der Abschrift B. Cecchetis aus dem Archiv von Venedig (Disp. Vienna, filza 135 p. 35) entnehme, von dem spanischen Franeiscaner : doppo!7ultima disgratia del Parto ha con forza maggiore replieato le suoi tentativi.Hoffmann von Hoffmannsivaläau (s. p. 125) vernimmt in Wien, »dass die Kayserin und ihr Beicht Vater auss Hispanischem eyfer die Juden durchaus nicht Leiden können und die Kayserin Ihr fast einbildet, so lang die Juden auss den Kayserlichen Erblanden nicht abgeschaffet, Sie einer Lebendigen und Lebhafften Leibesfrucht nicht könne genesen«. Dasselbe berichtet Fran z Wagner, historia Leopoldi Magni p. 230 : Atque ut sospitori DEO gratam se exhiberet, multis precibus, quod diidum egerat, a marito impetrat: ut Judaei, quorum ingens numerus, Vienna ac totä Austriä proscriberentur. 2) Vivat, oder sogenannte künstliche UNOBDNVNG III. Theil (Nürnberg 1671) p. 314. s) Archiv des k. k. Ministeriums des Innern,

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