Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 85)
- Language
- German
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82 genstand heissen Verlangens. Das Ghetto von Wien war eine rechte Kabbalistenhecke. Hier sammelte sich um einzelne besonders hervorragende Lehrer eine fromme Jüngerschaar7 die ihrem Unterricht in der Geheimlehre lauschten, welcher nur Erprobten und Würdigen zu Theil wurde. Hier hatte R. Elchanan gelebt, dem sein heiliger Wandel und seine Beherrschung dieses Wissensgebietes den Namen eines »Meisters der Kabbala« eintrugen x), der Vater des nach dem heiligen Lande auswandernden Rabbiners von Kremsier, Isachar Bär 2), und des Rabbiners von Hotzenplotz, später Nach dem Berichte seines Nachkommen Mose Kunitzer in der Widmung des 1ן יוחאי wäre B׳. Elchanan 1651 in Wien verstorben, wo Flammensymhole seinen Grabstein geziert haben sollen. Weder in L. A. Frankl s Ausgabe der Wiener Inschriften noch in der handschriftlichen Sammlung derselben von S. Gr. Stern findet sich dieses Epitaph. In einer Gräberliste der in Wien bestatteten Koryphäen, die in der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts von einem Besucher des Friedhofes in der Bossau angefertigt wurde und jetzt im Besitze des Herrn Babbinatspräses S. L. Brill in Budapest sich befindet, erscheint neben dem Vermerke: ' הרב ח ליזר קוניץ א׳ דה״ה פסה הפטל von anderer Hand, wie ich glaube, vielleicht gar von der Mose Kunitzers, die Beischrift: ר׳אלחנן •בעל קבלה. b. Jakob Elieser Braunschweig, Babbiner von Kanitz, der nach seiner bei L. A. Frankl übergangenen Grabschrift 1729 in Wien verstarb (s. Kaufmann, Samson Wertheimer 55 n. 3), war nemlich der Schwiegervater eines Abkömmlings und Namensträgers B. Elchanans1 des 1755 in Wien begrabenen Babbinatsbeisitzers von Eibenschütz, der auf seinem Epitaph (N. 435) נבד הגאון מקובל אלהי מו״ה אלהנן בעל קבלה genannt wird. Der z. B. von Bezalel Darschan עמודיה שבעה (Prag 1674) c. 14 m. oder von Samuel b. Jakob Auerbach הסד שמו אל (Amsterdam 1699) f. 3a nach Anderen angeführte grosse Kabbalist Elchanan ist wohl Mose Zacut’s Lehrer s. Landshuth Onomasticon 215. a) Isachar Beer approbirt 1681 als Babbiner von Frankfurt a/O. J. L. Finsks’s 1686 •קנה הכמה nach dem Tode Natan Feitels b. Isserls nach Kremsier berufen, approbirt er daselbst in diesem Jahre הלק שמעון, mit der Unterschrift: הטרוד יששכר המכונה בער בלא״א המקובל אלקי כמוהר״ר אלחנן זלה״ה . In einer deutschen Zeugenaussage, aufgenommen beim Landrabbinate Kremsier am 3. Februar 1695, im Besitze des Herrn Oberrabb. Josef Weisse, heisst der Landrabbiner Josep Isacher; seine Juristen sind Abraham Dawidt und Abraham Bernardt. Sein Sohn Josef, händelsüchtig und durch seine Angebereien verrufen, lebte in Aussee in Mähren, wo er nach der Katastrophe vom 22. September 1721, die zur Zerstörung der Synagoge führte, durch seine Denunciationen den Fluch der Gemeinde auf sich lud. Er ward in Prossnitz, wo er als Landstreicher eines plötzlichen Todes starb, — verscharrt (Nach Abraham b. Mardochai Leipnik’s מגילת סדרים im Besitze Emanuel Baumgarten’s, dessen Freundschaft ich die Einsicht in die Handschrift verdanke.). Über seine Auswanderung 8. Kaufmann a. a. 0. 64 n. 1, wo für 1691 zu lesen ist 1701. ln einer meiner hand-