Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 84)
- Language
- German
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81 Dem Wachsthum der Gemeinde war die Zunahme ihrer geistigen Bedeutung und ihres Rufes vorangeeilt. Es gab jüdische Gemeinden von weit ansehnlicherer Seelenzahl, die an Fülle der darin beherbergten Gelehrsamkeit sich mit Wien nicht messen konnten. Damals versorgten die Pressen Prags die jüdischen Gemeinden Österreichs mit dem Bedarf an geistigen Erzeugnissen; sonst müsste das Fehlen einer jüdischen Buchdruckerei in Wien auffallen. Das Wissen war hier freilich auch mehr ein in den Geistern gehaltenes als in Büchern niedergelegt; nicht die Schreiblust, sondern die Forschensfreude bewegte den Fleiss; die Gelehrsamkeit war eine latente. Wenige Wissenschaften konnten sich damals in Wien so angestrengter Gedankenarbeit rühmen als die talmudische. Wenn längst die Pechpfannen in der Stadt erloschen waren, zeugten noch die Lichter im Ghetto von dem nimmermüden Fleisse, der hier Wache hielt, um im Gesetze zu forschen, und dem aufgehenden Morgen zuvorkam, in Gebete versunken oder in das ererbte Schriftthum vertieft. Damals war Arje Lob b. Zacharia Rabbiner der Gemeinde, der wie einst Liwa b. Bezalel in Prag den Ehrennahmen des hohen Rabbi Löb trug 1). Aber auch die Phantasie im Menschen verlangt ihre Nahrung, wenn sie auch oft um so genügsamer ist, je mehr unter den Gaben des Geistes der Scharfsinn seine Rechnung findet. Was anderswo Poesie und die Pflege des Schönen leisten,das musste hier freilich der Glaube wirken. Hier blüht die blaue Wunderblume, nach der die Gemüther sich sehnen, auf dem Bpden der Religion und ihr Name lautet Kabbala. Mit ihren tiefgründigen Ahnungen, ihren süssen Geheimnissen, mit ihren Hoffnungen und Yerheissungen war sie den Eingeweihten ein beglückender Besitz, den Aussenstehenden der Ge- וגם דודי הרב ד,הסיד ד,מנוה מהוד״ר שמואל זלה״ה היד, שלה אותו א״א ד,"ד, זלה״ה בבחרותו ללמוד בווינא והי׳ בבית ש״ב המנוה מהרד מ״מ זלה״ה ממשפחת העליר. ג) J. M. Zunz 115 עיר הצדק, Dembitzer 25, Rabinoivitz 18. R. Josua Deiwel Teomim war sein Schwiegersohn. Donnerstag 7. Tammus 1663 approbirt er Mose Riwkes באר הגולה (Amsterdam לישועה) mit der Unterschrift: הקטן אריה לוב בן א״מו ההמיה מוה״רר זכריה זצ״לה״ה החונה פה ק״ק וויאנא לע״ע Die Überschrift der Approbation lautet: הסכמה הרב הגדול הגאון מוה״רר אריה ליב ריש מתיבתא בק״ק וויאנא אשר נתקבל כעת בק״ק קראקא יע״א. von der ve!■- ehrang der Zeitgenossen zeugen R. Gerson Aschkenasfs Eesponsen, unter denen EGA. 1 und 15 an ihn gerichtet sind. Sein Sohn Secharja Mendel approbirte 1666 als Rabbiner von Turbin הלק שמעון* Kaufmann, die letzte Vertreibung’. 6