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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 82

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 82)
Language
German
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79 geschichtlichen und erziehlichen Bedeutung, dass sie in der eigenen Mitte ein Wissensfeld bewahrten, das der Willenskraft und dem Ehrgeiz Aufgaben und Ziele stellte, den Geistern Anregung, der Gedankenarbeit unendlichen Stoff darbot. Hier winkten die Erfolge, erblühten die Würden, die der Markt versagte. Das Verraö־ gen suchte durch Verbindung mit dem Geiste sich zu adeln; wo sie in der eigenen Person nicht zu erreichen war, sollte sie der Eamilie wenigstens durch Heirath errungen werden. Ehen zwischen Söhnen berühmter Kabbiner und Töchtern der reichsten Kaufleute waren die Eolge dieser Bestrebungen. Typisch gleichsam, Vorbildlieh, ja das Ideal der Gemeinde war in dieser Hinsicht das Haus des Mose Heller-Eränkel, oder wie die Eamilie sicher nach einer hervorragenden Stammutter sich nannte, Mirels. Es war das angesehenste, weit und breit berühmteste Haus des Wiener Ghetto. Aber es war nicht der Wohlstand und das Wissen Moses Mirels allein, sondern vornehmlich die Verbindung mit den hervorragendsten Gelehrtengeschlechtern seiner Zeit, was seinem Hause solchen Glanz verlieh. So heirathete Ascher Anschel, der Sohn des hochberühmten Landesrabbiners von Böhmen Aron Simeon Spira in Prag, Jares, die Tochter Moses Mirels 1). Ebenso wurde JudaLöb, nachmals Babbiner von Nikolsburg, der Sohn des gefeierten mährischen Landesrabbiners M. M. Ivrochmal, Mose’s Schwiegersohn 2). Eine נ) Hierdurch löst sich das Bäthsel, das sich bisher in dem Doppelepitaph Inschriften Nr. 265/6 verbarg, bricht »Mose Mirel und Ascher Anschel« deckt dieses Doppelgrab, sondern das Ehepaar A. A. Spira und Jares, Mose Mirels Tochter, die ihrem Freitag den 25. Februar 1661 verstorbenen Gatten innerhalb dreier Tage Montag den 28. nachfolgte. Ihr Name, der auf der Grabschrift fehlt, ist auf dem Vorhang der Alt-Neusynagoge in Prag erhalten, der zum Andenken an beide Ehegatten dahin gewidmet wurde. Nach S. Hock’s Notizen lautet die Inschrift: :״י האלוף מהו׳ אנשיל בן הגאון מהודר שמעון שפירא זצ״ל וזוגתו מרת יראת בת המופלג המפורסם מהדוד משה מירלש סגל זצלשגת תכ״א ־ •לפק נתחדש ע״י בנם הקצין כ״ה וואלף י״ץwoif spira uess auch 1687 den grünsammtenen Vorhang reno viren, den seine Grosseltern Moses und Elkle Mirels der Altneusynagoge gespendet hatten. Ausser diesem Sohne Wolf lebte in Prag noch ein gelehrter Sohn A. A. Spira’s, Jakob Koppel, der nach S. Hock's Begister Montag 29. Ab 1689 verstarb. 2) Dies berichtet Josef Trillinger משנת לבי אליעזר f. 9a : מה ששמעתי מפה הקדוש הגאון המופלא כמוהר״ר ארי׳ ליב זצ״ל שהיה אב״ד דק״ק נ״ש והמדינה התן הקצין המפורסם התורני מוה״רר [משה מירלש ז״ל מווין.• vgi. f. 18a. Arje Löb Krochmal starb am 24. Sivan 1684 s. W. Warriheim 117 קבוצת חכמים.

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