Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 62)
- Language
- German
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- IRI
…/3122061-3122082--1537-3123713- Visual Library
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59 mannsdorf als Bürgermeister war dieser Vertrag errichtet, in das Eisenbuch der Stadt eingetragen und in zwei Exemplaren ausgefertigt worden, die das grössere Insiegel der Stadt Wien, das der Gemeinde und die Unterschriften ihrer Vertreter trugen. Die Judenschaft war bei diesen Verhandlungen durch acht Mitglieder aus dem Vorstande vertreten, 11. z. durch die fünf eigentlichen Vorsteher, Zacharias und Hirschei Meyer, David Frankl d. i. David Jakob Neumarkt, Abraham Höcht, Aron Brod, die zwei Beisitzer Salomon Wolf und David Nathan und den Superintendenten des jiidischen Spitals, Lembl Biess 1). Die Feierlichkeit dieses Vergleiches wird nur von der Klaglichkeit des darin Errungenen übertroffen. Die alten Verträge waren׳bestätigt, aber der alte Sauerteig, die Unklarheit in Betreff des Hechtes der Stadt auf ausserordentliche Abgaben der Juden, war sorgsam mit herübergenommen worden. Die Verstärkung, die man den alten kaiserlichen Privilegien durch Einholung neuer Consense vom Kaiser und vollends gar vom Bischof2) glaubte zuführen zu müssen, war in Wahrheit eine Schwächung, in jedem Falle eine Herabsetzung ihrer Bedeutung. Es war im Ganzen eine nothdürftige Bestätigung der längsterworbenen Hechte, von einem Schritt nach vorwärts, von einer neuen Gewährung konnte nicht die Hede a) Die hebräischen Unterschriften auf der im Archiv der Stadt Wien s. s. 5/1655 erhaltenen Originalurkunde, an der auch noch das Siegel der jüdischen Gemeinde zu sehen ist, lauten .nach der Lesung meines Freundes Prof. Dr.D. H. Müller in Wien : אשר לעמבל לוי איטינגן ריז משלם זלמן. זירי׳ מאד (!) הד" יוד א־ן וזין נאם נפתלי הירץ בן לא״א יודא זעלקי סגל זצל נאם יעקב דוד הקטן בן לא״א מוהרר״ן זצ״ל ני־מרק נאם אהרן בן לא״א מהר"־ יוסף יאקב הלוי זצ״ל נאם דוד בן לא״א יוסף נתן זצ״ל Nach einer Durchzeichnung lese ich in der Unterschrift Zacharias Meyers: Tf ד״אף Hofjude. Abraham Höcht ist nur im Texte der Urkunde •erwähnt, aber nicht unterschrieben. 2) Auf das Betreiben dieses Bischofs, Fr. Ph. Grafen von Brenner, hatte Ferdinand bereits am 16. Juli 1643 den Juden den Eintritt in die Stadt an Sonn-und Feiertagen gegen eine Strafe von 2—10 Dukaten verboten 3. Th. Wiedemann, Geschichte der Deformation und Gegenreformation im Lande unter der Enns V, 8 f.