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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 60

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 60)
Language
German
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57 Wiener Synagoge ergelien lassen. Audi wird ihm zu mehrerer Hulderweisung der Salzverschleiss, um den er ansuchte, für die Folge in Aussicht gestellt. Bereits am 20. Januar verpflichtet sich Hirschei Meyer in Wien in einem Beyers durch Unterschrift und Siegel zur Übernahme aller in diesem kaiserlichen Intimationsdecrete vom 5. enthaltenen Bedingungen. Nur erst 10,000 Gulden hatte die Landjudenschaft abgeführt, als das Heft in seine Hände übergieng. .Wie gut es ihm gelang, den übernommenen Verpflichtungen nachzukommen, beweist der Umstand, dass Georg Ludwig Graf von Sinzendorf Namens der Hofkammer am 27. April 1655 den Hofzahlmeister anweisen konnte, die Summe von 2000 Gulden, welche die 8 Perzent der Einhebung betrugen, Hirschei Meyer in die Bechnung zu stellen. Der Zwangsmittel, die ihm zu Gebote standen, hat er sich unbedenklich bedient, so dass der Klagen1) gegen seine Härte die Fülle einlief. Wenn die Wiener Judenschaft in dieser Bedrängniss nicht auch von Bürgermeister und Bath der Stadt verfolgt wurde, so hatte sie dies der niederösterreichischen Begierung zu danken. Von dieser war nemlich am 13. Januar 1652 zur Austragung der zwisehen der Stadt und der jüdischen Gemeinde schwebenden Streitigkeiten eine Commission eingesetzt worden2), die für die Jahre 1653 iiud 1654 vor Allem Stillstand beschloss und dadurch die Judenschaft von der quälenden und kostspieligen städtischen Execution befreite.. Der Streit war dadurch freilich nur aufgeschoben, keineswegs entschieden worden, aber mittlerweile wurde zwischen den prozessführenden Parteien eine Verständigung angebahnt, die auch die alten Händel zu beseitigen schien und-am 18. Dezember 1655 znr Aufrichtung eines neuen, des dritten Vertrages zwischen der Stadt und der Judenschaft führte 3). Ohne schwere Opfer sollte es freilich auch hierbei nicht abgehen. Die im Jahre 1637 versprochenen 6000 Gulden waren in ף a. Wolf 34. 2) Nach, dem Bescheid der niederösterreichischen Begierung auf das Gesuch der Wiener Judenschaft um Wiedereinsetzung dieser Commission vom 1. Juni 1660; Archiv der Stadt Wien a. a. O. 3) Als Insertion in der kaiserlichen Batification vom 22. Juni 1656 im Archiv der Stadt Wien erhalten und abgedruckt hei Weschel Nr. XX.

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