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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 45

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 45)
Language
German
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42 teil vermöchte. Y011 dem alten Vorrechte der jüdischen Gelekrsamkeit, von den Gemeindeabgaben befreit zu sein, hatte man längst abgesehen; man nahm rücksichtslos, wie ohne Rücksicht gefordert wurde. Der gelehrte Schwiegersohn des Wiener Rabbiners R, Chajjim Menachem Man 1). der seit dessen Ernennung im Jahre 1637 in seinem Hause wohnte, Namens R, Isak, sollte diese Noth der Zeiten an sich erfahren. Wohl hatte er mit den Vorstehern sich verglichen und willig, da er mit Geschäftsfreunden in Krakau auch dem Handel oblag2), eine Abfindungssumme an die Gemeinde bezahlt, die er Ostern 1645 verlassen wollte. Allein die Belagerung der Stadt hatte ihn zurückgehalten, und nun sollte sein Vertrag ungültig geworden sein. Es musste die Autorität des gefeierten mährischen Landesrabbiners R, Menachem Mendel Krochmal als Schiedsrichter angerufen werden, um den Prozess niederzuschlagen. Der Vertrag behielt seine Rechtskraft, nur zur Kriegssteuer sollte der Geklagte gleich sonstigen Flüchtlingen herangezogen werden dürfen. Erst am 4. September 1646 wird die Hofkammer von dem neuen Privilegium verständigt und angewiesen, die Wiener Juden bei ihren Rechten den Mauth-, Aufschlag- und anderen Beamten gegenüber zu schützen 3). Bald sollte zu diesem, den Schutz nach aussen gewährleistenden Privilegium eine das innere Leben der Gemeinde regelnde und sichernde kaiserliche Entschliessung hinzukommen, eine privilegirte Wahlordnung, die man als einen ganz ausserordentlichen Gnadenakt Ferdinands III. erklären müsste, wenn sie nicht eher als unab- 3) Die Approbation zu Sabbatai Oolien's שפתי חכמים Krakau 1646, auf der Man bezeichnet wird: הגאון מודד״ר מן ר״מ ואב״ד דמדינת איפטדייך• unterschreibt er: חיים מנחם בלא״א הה׳ד יצחק זצלה״ה מק״ק ווינא• :Ebenso unterzeichnet er חיים מגהס מן die Zeugenaufnahme von Donnerstag 21. Eiul 1637 zu Wien, bei der auffallender Weise nur Ein Rabbinatsassessor. Jekutiel Kaufmann (s. Inschriften Nro 270 und J. Gast freund, die'Wiener Babbinen 52) mit unterschrieben ist s. Joel Serke's EGA. 76. Der Antritt seines Rabbinates in Wien dürfte erst 1637 erfolgt sein, da sein Schwiegersohn צמה צדק RGA. 37 angiebt: •שהיה נטפל לחמיו שנתקבל פה למודה ולראש ישיבה ג) Ib. Simon, Sohn des Phöbus. dem die Gemeinde die von R. Isak gutwillig gezahlten 160 G-ulden auf ihre Schuld bei ilun abtrug, starb als Exulant 1676 in Prag. Ich erkenne ihn in dem in S. Ilock's Notizen als חשון תל״ן verstorben bezeichneten: הר״ר שמעון בן האל׳ מו, פי יש ז״ל דיין מווין• 2) Archiv des k. k. Ministeriums des Innern a. a. O.

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