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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1888-01-01 · [11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888) · page 12

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[11.] für das Schlujahr 1887-88 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122082--1487-3123663
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9 Neuem beschwerlich zu werden, am 27. Januar 1625 um ein ausdrückliches Handelsprivilegium anzusuchen. Kaufleute, wie sie zumeist waren, sahen sie sich, da sie ihr Geld aus dem Geschäfte ziehen sollten, durch den Ankauf der Häuser im untern Wörth vom :finanziellen Ruin bedroht, den vollends eine Einstellung ihrer Handlung unfehlbar herbeiführen musste. Über einige und dreissig Tausend Gulden hatten sie für ihre neuen Besitzungen baar erlegt, das Ghetto musste zu ihrer Sicherheit mit einer Ringmauer umgeben werden, kein Haus war ohne bauliche Veränderungen zu beziehen; die Schuldenlast drohte sie zu erdrücken, sie nennen sich »sambt und sonders ausgesaigerte arme Leuth.« Sie wüssten wohl, dass ihnen einige Kaufleute Handlung und Nahrung missgönnen, die ihnen ohnehin jetzt, wo sie durch die Entfernung von der Stadt zweimal täglich so viel Zeit verlieren, erheblich geschmälert werde, allein sie hegen die Überzeugung, dass sie bei ihrem Bemühen, billig zu verkaufen, indem sie nur ihr Auskommen, nicht Bereicherung suchen, hohen und niederen Ständen, ja dem ganzen Lande zu stattlichem Nutzen und zur Wohlfahrt gereichen. Sie bitten daher, dass es ihnen bewilligt werde, im untern Wörth in ihren Wohnungen und am Tage in ihrem alten Stadtrevier Handel zu treiben, das Handwerk fortzusetzen, dem manche unter ihnen sich gewidmet hatten, alle Märkte auf dem Lande zu besuchen, etwaiges Baargehl zu dem landesüblichen sog. jüdischen Interesse auf Pfänder zu verleihen und an Mauthabgabeix nicht mehr als die Christen zu entrichten. Bald sollte es sich zeigen, ob das Stillschweigen des alten Privilegiums nur eine zufällige Lücke oder einen verderblichen Abgrund für die Juden bedeutete. Es sei »verhoffentlich billig,« dass auch ihnen geholfen werde, hatten die Juden in ihrem Bittgesuche erklärt; die kaiserliche Gnade täuschte die Hoffenden nicht. Ferdinand war rasch entschlossen, die Bitten seiner Hofjudenschaft ohne Ausnahme zu gewähren. Er liess nur vorher die Frage prüfen, ob es nicht gerathener wäre, auch die Handlungen der Juden an einen andern Ort in der Stadt zu transferiren. Als aber Tobias Gertinger und Hans Christoff Peiddiaimer, die zu dieser Untersuchung abgeordnet waren, am 8. März 1625 dem Kaiser berichteten, dass es keinen geeigneteren Ort in Wien für die Handelsgewölbel) der Juden gebe als den, ב) Es waren im Granzen 18 Gewölbe s. Gr. Wolf, Judentaufen in Österreich 4.

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