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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1887-01-01 · 10. für das Schlujahr 1886-87 (1887) · page 31

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
10. für das Schlujahr 1886-87 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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1. י* 02 neu.« 0, dass dies Wort Allen in die Seele dränge, die für Israel die Finsterniss herbeiwünschen, für Israel, dem es aus den! Munde seines Gesetzgebers als sein'schönster Erfolg verheissen wurde, dass die Völker rühmen werden: .5) רק עם הכם ונבון הגוי הגדול הזד. Mos. 4, 6) »Weise fürwahr und einsichtsvoll ist dieses grosse Volk«, für Israel, das dazu berufen ist, durch ein weltgeschichtliches Beispiel zu zeigen, dass hingebungsvolle Gottesfurcht und Liebe zur Erkeimtniss, Wärme des Herzens und Helle des Geistes bei einander wohnen können! Auf den Blättern der Schöpfungsgeschichte steht es für ewig verzeichnet, wofür wir in dem unversöhnlichen Streite zwischen Licht und Finsterniss uns entscheiden sollen; Israel stellt sich in den Dienst seines Gottes, wenn es lichttragend und lichtverbreitend auftritt, denn bei der Geistesenge, bei der Volksumnachtung, mit der Finsterniss will Gottes Name nicht genannt sein: ולחשך קרא אלהים לילה אין כתיב כאן אלא ף ולחשך קיא לילה■ Nicht mit dem, was unser Volk allein betrifft, sondern mit dem, was Alle berührt, was Alle bewegt, mit den höchsten Fragen, die den Menschengeist beschäftigen, beginnt das Buch unserer Lehre, wie eine ewige Mahnung, dass wir dem Geiste leben und alle Kräfte regen sollen in dem Streben nach Erkeimtniss, im Bingen nach Wahrheit, der Völker edelstem Wettstreit. Nie war die Finsterniss unser Tlieil, so sehr man uns auch dazu verdammen wollte. 2) ולכל בני ישראל היה אור במושבתם. Mos. 10, 23) »alle Kinder Israels hatten Licht in ihren Wohnungen«. Wie man die Nähe einer Stadt an dem Lichtschein erkennen kann, den sie zum Abendhimmel emporsendet, so ist selbst im mitternächtlichsten Dunkel der Zeiten Israel an der Lichtspur erkennbar, die seinen Gang durch die Geschichte begleitete. Israel hat die Mahnung seines Sehers beherzigt: לך■ עמי בא בחדריך וסגר דלתיך בעדך הבי כמעט יגע עד יעבוד זעם (Jes. 26, 20) »Auf, mein Volk, gelr hinein in deine Kammern und verschliesse deine Thüre hinter dir, verbirg dich einen Augenblick, bis vorüber ist der Ungestüm«. Drinnen in seinen Gottes- und Lehrhäusern, in denen man es der Verkümmerung preiszugeben wähnte, sammelte es sich, pflegte und entwickelte die Kraft seines Geistes mit Allem, was gross und schön und menschlich war, und erhielt sich den Zusammenhang mit den grossen Bestrebungen der Menschheit, den man ihm gewaltsam zu rauben versuchte. Wir sind dem Andenken unserer geknechteten Ahnen die Gerechtigkeit schuldig, — und die jüdische Wissenschaft wird von Tag zu Tage sie mehr erfüllen — den Antheil über alle Zweifel festzustellen, den Israel an der Entwickelung des Geistes und der Erkenntniss genommen, die ThatSachen darzulegen, durch die wir thätig und fördernd in den Gang der menschlieben Gesittung eingegriffen haben. שם אתן את דודי לך (H. L. 7, 14) »Hier kann ich meine Liebe dir bewähren«, so ruft im Hinblick auf seine Gottes- und seine Lehrhäuser Israel nach einem Worte der *) Bereseh. rabba §. 3. g. E

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