Mannheim
Compact Memory

Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1887-01-01 · 10. für das Schlujahr 1886-87 (1887) · page 30

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
10. für das Schlujahr 1886-87 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3122061-3122074--1366-3123541
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

31 Herzen sollen der Eifer und die Liebe stammen, denen im Dienste des alten Hundes die Belehrung’ nur die Bichtung weist. 4) הנני נתן לו את בריתי שלום. Mos. 25, 12) »Siehe, ich verleihe ihm meinen Bund zum Frieden«, das war die Verheissung für den Mann, aus dem der Eifer für Gott wie Feuer hervorbrach, für den Priester Pineas. Der wahre Eifer wird auch bei uns den wahren Frieden bringen. Wenn der Gedanke uns erfüllte, dass wir das Blindniss unseres Volkes mit Gott in unserem Leben darzustellen und auszuprägen berufen sind, wir hätten dann Jeder an seinem Theile zu arbeiten, wir würden uns selber prüfen, ehe wir Andere richteten, die Verdammung und die Verfolgungssucht müssten entweichen und wieder Baum werden in unserer Mitte für jenen Geist der Milde und Versöhnlichkeit, der uns immer mehr zu entschwinden droht. Heil uns, wenn auch unter uns eine Himmelsstimme wieder jeglichem Streite י seine Bitterkeit nehmen könnte mit dem Bufe: 1)אלו ואלו דברי אלד,י□ חיים Hur der Eifer für Gott ist es, der aus den Streitenden spricht, ob auch die Wege auseinandergehen, das Ziel ist dasselbe, der Bund mit Gott. Die echte Treue hat eine siegende Gewalt, sie kann verkannt, missdeutet, verkleinert werden, aber so gewiss als auf die Hacht der Tag folgt, wird sie am Ende strahlend hervorbrechen und die Widerstrebenden zu der Anerkennung zwingen :1)אכן יש יי׳ במקום הזה ואנכי לא ידעתי. Mos. 20, 16) »Wahrlich, Gott waltet an diesem Orte, und ich wusste es nicht«. Es ist das Morgenroth angebrochen, in dem Israel ungehindert alle Kräfte zur Vollführung seiner Aufgabe entfalten kann, hüten wir uns darum, sie durch Zersplitterung zu schwächen und die Einheit zu zerbrechen, die uns unüberwindlich gemacht hat. Ein Ziel befeuere unseren Muth, beschwinge unsere Kraft, das Eine, das alte, das heilige Ziel, die Treue zu Gott, die Begeisterung für seine Lehre. So wir diesem Ziele folgen, dann können wir sicher sein, die treuen Fortsetzer des wahren, des echten, des ewigen Judenthums zu sein, das in dem Gedanken eines Bündnisses mit Gott sein Leben, seine Seele trägt. So wir unverdrossen mit reinem Eifer und warmer Treue uns diesem Ziele nähern, können wir getrost und sicher in die Zukunft blicken, denn uns steht die Verheissung dann zur Seite: כי ההדים ימושו והגבעות תמומינה וחסדי מאתך לא ימוש וברית שלומי .לא תמוט אמר מרהמך יי׳ (Jes. 54, 10) »Ob auch die Berge weichen und die Hügel wanken, meine Liebe soll von dir nicht weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht dein Erbarmer, der Ewige.« t 11. אני יי׳ קראתיך בצדק ואחזק בידך ואצרך ואתנן לברית עם לאור גדם »ich der Ewige, berufe dich mit Sieg, ich fasse deine Hand und bewahre dich und stelle dich hin als Bund eines Volkes, als Licht der Hatio- נ) Jer. Beraclioth I, 5; Erübin 13 b.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.