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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1887-01-01 · 10. für das Schlujahr 1886-87 (1887) · page 19

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
10. für das Schlujahr 1886-87 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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20 herzlicher und aufrichtiger, als sie die berechtigte Hoffnung hegt, dass die junge Anstalt dieselben Ziele verfolgen wird, welche das Breslauer jüdisch-theologische Seminar sich von seinem Beginn an gesteckt hat: Jünger der jüdischen Theologie mit dem Geiste lauterer Religiosität und echter Wissenschaft zu erfüllen und sie so für ihr heiliges Amt würdig vorzubereiten, würdige Begriffe von dem edlen und tiefen Lehrgehalte des Judenthums unter seinen Bekennern zu verbreiten und die Yorurtheile schwinden zu machen, unter denen das jüdische Bekenntniss und die Söhne des jüdischen Stammes noch hie und da zu leiden haben. Die Landes-Rabbinen-Schule von Ungarn wird diese Ziele umso eher fördern können, als sie durch die ihr zu Tkeil gewordene Huld des Landesherrn und Königs, durch die warme Tlieilnahme der erleuchteten ungarischen Regierung und unter der Aegide eines für Dreiheit und Bildung erglühenden Volkes in eine höchst günstige Lage gesetzt ist. Möge sie durch den Beistand des Allmächtigen unter diesen glücklichen Auspizien gedeihen, blühen und weithin wirken, möge es ihr gelingen, die Widerwärtigkeiten, welchen jede junge Anstalt auf ihrem ersten Wege begegnet, bald zu überwinden und ihre Gegner in Freunde zu verwandeln, möge sie freudig-stolz auf den Tag ihrer feierlicher Eröffnung in aller Zukunft zurückblicken können. Breslau, im October 1877. Das Lehrer-Collegium des jüdisch-theologischen Seminars Frankel’sche Stiftung: Dr. L. Lazarus m. p., Director, Professor Dr. H. Graetz m. p., Dr. B. Zuckermann m. p., Dr. S. F r e u d e nt h a 1 m. p., Dr. D. Rosin m. p. 6. Rede des Prof. Dr. David Cassel im Namen der Berliner »Hochshule für die Wissenschaft des Judenthums« : Hochgeehrte Y ersammlung! Mit tiefer innerer Bewegung ergreife ich das Wort, um Ihnen zunächst im Namen der »H och schule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin,« die ich hier zu vertreten die Ehre habe, das Wort des Dankes und den Gruss der Anerkennung zuzurufen. Gestatten Sie mir aber auch zugleich hinzuzufügen, dass ich die Aufgabe mir leichter gedacht, den Gefühlen Ausdruck zu geben, die eine Feier wie die heutige hervorzurufen geeignet ist. Das, was ich hier wahrgenommen, übertrifft in so überwältigender Weise alle meine Erwartungen, dass selbst ein beredterer Mund als der meinige nicht leicht dem Drange seiner Gefühle genügen könnte. Ich bin in der Stimmung den Spruch zu erheben, den unsere Lehrer für dergleichen bedeutsame Ereignisse vorgeschrieben, den Spruch: »Gepriesen seist du, Gott, dass du mich diesen Tag hast erleben lassen«, ja wohl

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