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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1886-01-01 · [9.] für das Schlujahr 1885-86 (1886) · page 26

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[9.] für das Schlujahr 1885-86 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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18 Gebote und sie treu befolgen und nielit den Begierden eures Herzens, nicht den Lüsten euerer Augen nachgehen. 21) 8. Dem Könige endlich, der in Folge seiner hohen Stellung mehr als jeder Andere der Gefahr ausgesetzt ist, in stolzer Ueberhebung gegen die Gebote der Gotteslehre, gegen die Gesetze des Rechts und der Tugend zum Schaden des Staates und seiner Unterthanen zu handeln, musste noch ein besonderes Erinnerungszeichen gegeben werden. Während jeder Andere verpflichtet ist, um in der Lehre des Herrn fleissig forschen zu können, bloss eine Thorarolle für seinen Gebrauch zu schreiben oder sich selbe schreiben zu lassen, lag es dem Könige ob, zwei Thorarollen zu besitzen, deren eine er auf allen seinen Wegen und bei allen seinen Unternehmungen stets bei sich haben musste. »Die Thora soll stets bei ihm sein, und er soll in ihr lesen sein Lebenlang, damit er lerne ehrfürchten den Ewigen seinen Gott, dass er befolge alle Worte dieser Lehre und dass er diese Gesetze übe und sein Herz nicht erhebe über seine Brüder und nicht weiche von dem Gebote, weder nach rechts noch * . nach links.« 22) 9. »Dankbarkeit ist ein durch Wohlwollen gewecktes Wohlwollen, das sich nicht für frei hält. Der Wohlwollende hält gewiss sein Wohlwollen für allgemeine sittliche Pflicht (denn sonst wäre Wohlwollen nicht was es sein soll, wenn er auf Dank rechnete); der Dankbare, der diese allgemeine Pflicht für sich nicht minder anerkennt, fühlt aber noch die besondere Pflicht, sein Wohlwollen gerade auf den Wohlthäter zu erstrecken. Erfühlt sie gerade, weilerweiss, 21) Numeri 15. 39. Die halachisclien Vorschriften dieses dritten sichtbaren Zeichens sind ebenso wie die der beiden erstem in T. Menachot 38a ff. enthalten und von Maimuni im 5. Abschnitte des Buches Ahaba zusammengefasst. 22) Deut. 17, 19, 20. Die näheren halachischen Vorschriften hierüber, sowie über die Normen, die heim Schreiben der Thora zu beobachten sind, werden auseinander gesetzt Talmud Sanhedrin 21b, Menachot 30a, u. Sonst. Diese bilden die letzten Capitel des 4. Abschnittes im Buche Ahaba, wo Maimuni am Schlüsse nachstehende Bemerkung macht: »Vor dem Buche der Gotteslehre soll man von einem heiligen Schauer ergriffen voller Ehrfurcht weilen, denn dies ist das wahrhaftigste Zeugniss für alle Bewohner dieser Erden weit. So bemerken schon die Alten : Wer die Thora gering schätzt, der entwürdigt sich selbst vor seinen Mitmenschen; wer hingegen die Thora hochachtet und ehrt, der wird auch von Andern geachtet und geehrt.« p

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