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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1886-01-01 · [9.] für das Schlujahr 1885-86 (1886) · page 27

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[9.] für das Schlujahr 1885-86 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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19 das ihm der Wohlthäter diese Pflicht nicht auferlegt hat, Lahn nicht verlangt und zu verlangen kein Recht hat, und dass er also die Wohlthat nicht lohnen darf und kann.« 23) Dankbarkeit ist demnach nichts anderes als ein Akt des Wohlwollens. Ist nun Wohlwollen gegen Gott undenkbar, wie kann von einer Dankbarkeit gegen ihn die Rede sein. Und doch spricht die heilige Schrift nicht selten von Dank und Undank gegen Gott den höchsten Wohlthäter! Worin möchte nun diese bestehen? Das Wort Gottes sagt es uns klar und deutlich: כי ה׳ אלהיך מביאך אל ארץ טובה ארץ נהלי מים עיינות ותהמת יצאים בבקעה ובהר ארץ הטה •ושערה וגפן ותאנה ודמן ארץ זית שמן ודבש ארץ אשר לא במסכנת תאכל בה לחם ונו׳ ואכלת ושבעת וברכת את ה׳ אלהיך על הארץ הטבה איטר נתן לך השמר לך פן תשבה את ה׳ אלהיך לבלתי שמר מצותיו ומשפטיו והקתיו אשר אנכי מצוך היום פן תאבל ושבעת ובתים טבים ונו׳ ורם לבבך ושכחת את ה׳ אלהיך וגו׳ ואמרת בלבבך כהי ועצם ידי עשה לי את החיל הזה וזכרת את ה׳ אלהיך כי הוא הנתן לך כה לעשות חיל »Denn der Ewige dein Gott, fahrt dich in ein gutes Land, ein Land, wo Bäche, Quellen und Seen sind, die im Thale und Gebirge entspringen; ein Land, wo Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel sind; ein Land, wo Oelbäume und Honig wachsen; ein Land, wo du Brod genug zu essen hast, und dir nichts mangelt . . . Und wenn du gegessen hast und satt bist, so lobe den Ewigen deinen Gott für das gute Land, das er dir gegeben hat. Hüte dich aber, des Ewigen deines Gottes zu vergessen, dass du seine Gebote, Rechte und Gesetze, die ich dir heute gebiete, nicht haltest; dass, wenn du nun gegessen hast, und satt bist und schöne Häuser erbauest und ל ס ס darinnen wohnest u. s. w.; dass dein Herz sich nicht erhebe und du vergässest des Ewigen, deines Gottes . . . und sprächest in deinem Herzen: Meine Kraft und meiner Hände Stärke haben mir dieses Vermögen erworben, sondern gedenke des Ewigen, deines Gottes, da Er es ist, der dir die Kraft verleihet, um dir diese Güter zu erwerben.« 24) Also Gott als den Geber alles Guten, als den Spender alles Segens in Demuth anerkennen und bekennen, seine unendliche Vaterhuld loben und preisen, seine Gaben nach seinem Willen gebrauchen und bei jedem Genüsse ihn desto inniger lieben und seine Gesetze treu und pünktlich befolgen und hiedurch seiner Huld uns würdig machen, darin bestehet die Dankbarheit gegen Gott, dies ist 23) Steinthal a. a. O, S. 287. §. 190. — M) Deut. 8, 7-*18. 2*

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