Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 111)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3122061-3122078--1167-3123340- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
V DER JERÜSALEMIER. ANONYMh HAJJÜG. 105 ersten Tlieile dieser Arbeit bei Besprechung derselben hingewiesen. Einige wichtigere anonyme Citate im Hauptwerke, Grammatik und Wörterbuch, seien unten in der Anmerkung zusammengestellt. 22) Was Abuhvalid im ÜSTamen seiner Lehrer an Schrifterklärungen anführt, war schon berührt; 23) hier soll nur noch Einiges über das Verhältnis Abulwalid’s zu seinem eigentlichen Meister, J e h ü d a H a j j ü g, ״bemerkt werden, zur Ergänzung des schon im ersten Theile hierüber Gesagten. Wenn ohne Hajjög’s Schriften die Werke Abulwalid’s nicht entstanden wären, so gelangten andererseits jene erst durch des Letzteren durchgreifende Arbeit und läuternde Kritik zur sollen Geltung und Wirksamkeit. Der Propaganda Abulwalid’s für das grammatische System seines grossen Vorgängers scheint ein gewisses Vorurtheil gegenübergestanden zu haben; es gab Leute, welche nicht zugeben w7011ten, dass die Autorität der alten Sprachgelehrten, wie Saadja, Menachem, Dünasch, vor dem neuen Systeme des erst so kurz vorher aufgetretenen Hajjüg zu weichen habe. Mit nachdrücklichen Worten tritt Abulwalid in der Einleitung zu seinem Hauptwerke24) diesem Vorurtheile entgegen: wenn er dem Abu Zakarija trotz der Jugend seines Zeitalters den Vorrang über alle alten Meister dieses Faches einräumt, so leite ihn ׳*nur das Streben nach Wahrheit und Gerechtigkeit und die Erkenntniss dessen, dass .Hajjüg’s System und Methode auf klarer und einleuchtender Beweisführung beruhe; ihn leite der Grundsatz, dass Jedem gegeben werde, was ihm gebühre. 25) Diesen Grundsatz befolgte Abulwalid Hajjüg gegenüber mit einer fast ängstlichen Genauigkeit. In allen von dem Letzteren behandelten Theilen der hebräischen Spracherkenntniss will Abulwalid auch in seinem Hauptwerke nur als sein Ergänze!* und, wo es nöt-hig ist, Kriti- 22) R. 88,1 : Eine Rüge einiger Meister der Grammatik (ש^יא מן אצהאב אלדקדוק), gegen die Aussprache משב, st. משיב, hei den Vor Detern. t — R. 199,11: »Einer der Alten« (בעץ אלשיוך) erklärte במצאכם, Gen. 32,20, nach מוצאך, II Sam. 3, 25 und ergänzte אותו mit תפגשו ן. — Wh. 453,15 f. citirt er das Werk eines geehrten Schulhauptes (דיים גליל), der in der Erklärung des Ausdruckes משא י״י geirrt habe. Er meint wol denselben, in dessen Namen er, 524,15 f., והתעללו, Jer.38,19, mit ויתעוללו, Ri. 19,15, zusammenstellt. 23) S. S. 3—5. 24) R. XIII, 24—31. 5־) ib. z. 29: לכן יעטי כ״ל טא יסתחק, BACHER, ׳ABULTÄLL1D. 7*