Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 107)
- Language
- German
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DIE SPRACHGELEHRTEN. SAADJA. IBN KOREISCH. MEN. B. SARüK 101 einige Notizen über die von Abulwalid ausdrücklich citirten Sprachgelehrten geboten, und damit die Reihe der in den bisherigen Abschnitten hehandelten, von ihm angeführten Autoritäten veryollständigt und abgeschlossen. Y,on S a a d j ä, der bekanntlich in der Reihenfolge der »Meister der hebräischen Sprache« die erste Stelle einnimmt, war schon im vorigen Abschnitt die Rede. 2) JehudalbnKor eiseh, den Zeitgenossen des Graon, eitirt Abulwalid ein einziges Mal mit Namen. Er habe der hebräischen Wurzel שגה an gewissen Stellen (Prov. 5,20, Ps. 7,1) die Bedeutung »sich beschäftigen« zugeschrieben und sich dabei auf den Daniten (Eidad) berufen, der in seinem Hebräisch יש לי שגויה sagte, um damit auszudrücken, er habe eine Beschäftigung, ein Geschäft.3) In der erhaltenen Risäle Ibn Köreisch’s findet sich nur der erste Theil de& Citates wieder, 4) die Berufung auf den Sprachgebrauch des Daniten fehlt. 5) Doch ausser dieser einzigen ausdrücklichen Erwähnung Ibn Koreisch’s finden sich bei Abulwalid genügende Spuren davon, dass er die glücklicherweise, wenn auch verstümmelt, auf uns gekommene Abhandlung seines auf dem Gebiete der Sprach- י Vergleichung bedeutendsten Vorgängers berücksichtigte und benützte, was ich anderwärts näher gezeigt habe. 6) Seinen bedeutendsten Vorgänger unter den hebräischen Lexikographen, Menachem b. Sarük, erwähnt Abulwalid dreimal mit Namen. Er nennt ihn als den Einzigen, der unter den Spaniern für die zwei Klassen der hebräischen Buchstaben mnemonische Wör- 2) Nacli Neubauer, Notice, p. 181, hätte Abulw. auch Dunasch Ihn Tamim eitirt ■ doch ist jetzt aus Wb. 658, n. 39, ersichtlich, dass seine Belegstelle sich nur am Margo der Oxf. Hschr. findet. 3) Wb. 702, 32—703, 2; auch angeführt bei K i m c h i, W. שגה Ende. 4) Risäle, S. 90; s. P. E. E r a n k 1, Monatschrift, 1873, S. 495. 5) Der betreffende Passus ist höchst wahrscheinlich ausgefallen. Frankl, a. a. O., S. 496, nimmt an, das Citat Abulwalid’s sei einer früheren Schrift Ibn Koreisch’s entnommen. Ibn Koreisch, Bis. 43, erwähnt in der That sein »erstes Buch«, das der Natur des Citates nach ein Wörterbuch gewesen sein muss; s.Pinsker, Likk. Kadm. S. 108. Neubauer, Notice, 158. 6) S. Die hebr.-arabische Sprachvergleichung Abulw all d?s, S. 28—31, 35—40. Die hebr.-neuhebr. und hebr.-aram. Sprachvergl. Abulwalid5«, l.u. 3 Absch. Dass auch H a j j ü g den Ibn Ko reisch eitirt, habe ich in Gramm. Terminologie u. s. w., S,. 40, gezeigt.