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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1885-01-01 · [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885) · page 54

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 54)
Language
German
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48 leben und werke abulwalid’s. Mit der Auswanderung Abraham Ihn Esr a’s aus Spanien beginnt auch der Einfluss Abulwalid’s auf die ausserhalb der Länder des arabischen Sprachgebietes wohnenden Juden. Ihn Esra übersetzt zwar nichtseine Werke, wie die Hajjüg’s, macht aber, in seinen grammatischen und exegetischen Schriften seine Leser mit einer Menge von Ansichten und Erklärungen Abulwalid’s bekannt. 214) In’s Hebräische wurde auf den Wunsch eifriger Freunde der hebr. Sprachwissenschaft 215) das Hauptwerk Abulwalid’s von J e h u d a Ibn Tibbön übersetzt, in Lunel, im Jahre 1171.216) Yon dieser Übersetzung liegt der zweite Theil, das Wörterbuch, noch unedirt im Escurial und Vatican. 217) Wie Ibn Tibbön selbst berichtet, 218) hatte vor ihm Isak Hallewi, auch einer der ersten Propagatoren der hebr. Sprachwissenschaft in nichtarabischen Ländern, um die Mitte des 12. Jahrhunderts,219) die erste Hälfte des Wörterbuches auszüglich übersetzt. Genauer, aber auch ziemlich frei war, wie Ibn Tibbön meldet, die ebenfalls nur die erste Hälfte umfassende Übersetzung des Isak b. Jehuda aus Barcelona. Ibn Tibbön kannte auch schon die dritte hebr. Bearbeitung von Abulwalid’s Wörterbuche, welche gerade 10 Jahre vorher (1161) Salomon Ibn Parchon in Salerno für die italienischen Juden verfasst hatte, und er charakterisirt sehr gut die Willkür, mit welcher dieser, der übrigens keine Übersetzung beabsichtigt hat, dabei verfuhr. 220) Gleichzeitig mit Ibn Tibbön widmete sein Landsmann More, I, 43, die Erklärung Ibn Ganäh’s zu יכנף Jes. 30, 20 (s. Wb. 325, 20 f.), und baut, auf derselben weiter. 81*) S. Abraham Ibn Esra als Grammatiker, S. 178—183. 215) S. Ibn Tibbön’s Vorrede, R. II, 25—30. 216) S. M u n k Notice, p. 214, n. 2דב) S. Munks Bericht hierüber, Notice 211—214. Neubauer hat diese Übersetzung bei seiner Edition des Originals fleissig benützt, und zwar nach der Hs. des Escurial, welches, wie mir N. mittheilt, mit der des Vatikan aus derselben Hs. zu stammen scheint. In der That stimmt der Auszug bei Munk, Notice 214, mit den! in Wb. 703, n. 88, überein. Die hebr. Auszüge aus Ibn Ganäh’s Wörterbuche, welche Luzzattoim Kerem Chemed V, 35—47 heraus־ gegeben hat, sind, wie die Vergleichung mit Neubauers Excerpten zeigt, der Ibn Tibbön’schen Übersetzung entnommen. 28ב) In der kurzen Vorrede zum Wörterbuche bei Munk a. a. O. 219) S. R. II, 23—25. 22°) Von hebr. Übersetzungen der kleinen Schriften Abulwalld’s sind handschriftlich bekannt: eine in Beziers 1254 von S a 1 o m o ü b. Joseph

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