Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 52)
- Language
- German
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46 LEBEN ÜND WERKE ABÜLW ALIBIS. Sacherklärung gelten darf. Im Ganzen hält sich Abulwalid strenge innerhalb der Grenzen seiner Aufgabe, die heilige Schrift nach der sprachlichen Seite zu erklären. Doch muss ich es unterlassen die berührten Eunkte und manches Andere hier nicht Berührte näher zu entwickeln und damit auch die Bedeutung dieses hebräischen 'Wörterbuches ins rechte Licht zu setzen, da dies einer besondern Darstellung seiner Leistungen als Schrifterklärer Vorbehalten bleibt. .. ./ ' : /.9 - . . ׳ Sch 1 u s s. / . - ־ Wie lange Abulwalid noch nach Vollendung seines Haupt- Werkes gelebt hat, ist eben so unbekannt, \yie das Jahr seines Todes. Jedenfalls verbreitete sich sein Werk noch zu seinen Lebzeiten. In einer Nachbemerkung zum Artikel טף entschuldigt er den Umstand, dass er den Artikel über לטטפות der eigentlich hier hätte folgen sollen, aber unbedachterweise nach dem Artikel טהר angebracht war, nicht an die ihm gebührende Stelle versetzen könne, damit, dass »der Diwan durch die reitenden Boten längst verbreitet und in allen Landen begehrt war.« 208) Aus dieser Bemerkung können wir auch schliessen, dass noch Abulwalid eine zweite Ausgabe besorgte oder wenigstens Zusätze machte, welche dann dem Werke einverleibt wurden. In dem Exemplar, aus welchem Ihn־ Tibbön das Kitäbalusül übersetzte, fand sich die erwähnte Bemerkung nicht. Am meisten solcher Zusätze, welche noch von Abulwalid selbst herrühren, hat die Bouener Handschrift, die eine der beiden bisher bekannten; es sind zehn grössere oder kleinere Stücke, die weder in der andern Handschrift, der Oxforder, noch in der hebr. Ubers, sich befinden. 209) Viel zahlreicher sind solche Zusätze in 0., welche weder in B. noch in der hebr. Ubers, sich finden; doch zeigt nähere Betrachtung derselben, dass sie nicht von Abulwalid herrühren, son- . 208)w־b. 266,10—18: אן אלדיואן פי הדא אלוקת קד סאות בה אלרכבאן ואסתדעי פי אלבלדאן..... »Diwan« nennt Abulwalid sein zweitheiliges Hauj)twerk, ygl. oben, Anni. 175. 209) S. Wb. 15, 5—8 (ein Citat aus Hai); 23, 9 f.; 26 , 22; 37,14 f.; 436, 1—8; 493, 27—494, 5; 496, 8—11; 586,10—13; 595, 26—596, 3; 616,17—19, mit den dazu gehörigen Noten Neubauers. Vielleicht gehört auch das von Neubauer in Note 12 der Col. 15 Gestellte hieher.