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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1885-01-01 · [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885) · page 51

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 51)
Language
German
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ZÜR CHARACTERISTIK DES KITAB-AL-ÜSUL. 45 sind auch viele Artikel insoferne lückenhaft, als sich Abulwalid sehr oft damit begnügt, die verschiedenen Derivate der Wurzeln nach^ den verschiedenen Bedeutungen zu registriren, ohne von der Wurzel oder deren Derivaten die arabische Bedeutung anzugeben. So z.. B. besteht der Artikel פסל aus nichts anderem als der Aneinanderreihung von 11 Bibelsätzen, in denen Derivate der Wurzel vorkömmt. Mit welcher Behutsamkeit und Sorgfalt aber Abulwalid bei solchem Verzeichnen der Bibelstellen verfuhr, zeigt er selbst in der Erklärung, die er dem genannten Artikel in der Einleitung zum Wörterbuch zu Theil werden lässt. 205) Abulwalid schrieb sein Wörterbuch eben für Solche, denen der hebräische Wortschatz im Grossen und Ganzen vertraut war, denen also nicht für jedes Wort die ara- _ _ bische Übersetzung geboten werden musste. Eine sehr wichtige Ergänzung seines Werkes nach dieser Seite bilden die Glossen der Rouener Handschrift, welche die Leistung Abulwalid’s auch nach der sprachvergleichenden Seite ergänzt. 206) Welche Stelle die Sprachvergleichung im Wörterbuche Abulwalid’s einnimmt, habe ich in zwei besonderen Schriften eingehender gezeigt. Einen sehr hervorzuhebenden Vorzug des Werkes bildet die sorgfältige Scheidung der einzelnen Bedeutungen einer Wurzel, die Abulwalid zuweilen auch auf eine Grundbedeutung zurückführt. Seine etymologisirenden Worterklärungen sind im Verhältnisse nicht sehr zahlreich. 207) Der Synonymik ist in seinen lexikalischen Erörterungen nur eine geringe Stelle eingeräumt, zumeist nur insoweit, als er das eine hebräisehe Wort durch ein anderes synonymes Wort erläutert. Sogenannte Realien zur Bibelerklärung bietet das Wörterbuch ziemlich viele, besonders wenn man in Erwägung nimmt, dass der sorgfältig zur Wiedergabe des hebräischen Wortes gewählte arabische Ausdruck, welcher häufig auch lexikalisch erläutert wird, oft schon an sich als 205) Wb. 13,20—14, 3. *06) S. Hebr.-aräb. Sprachvergleichung Abulwalid’s, S. 29, Anm. 5. Diese Glossen, welche ich an einer anderen Stelle ausführlicher zu behandeln gedenke, erstrecken sich über die grosse Mehrzahl der Artikel, brechen aber zu Anfang des Buchstaben ת plötzlich ah. Saadja wird in ihnen mit Namen mehr als 20 Mal citirt, ausserdem nur noch Moses Ihn Esra 3 Mal, und Ahraham Ihn Esra 1 Mal. 20י) Ich habe dieselben, soweit sie mir nicht entgangen sind, in S t a d e’s Zeitschrift für die A. T. Wissenschaft. Bd Y, S. 138—151 zusammengestellt.

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