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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1885-01-01 · [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885) · page 28

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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22 LEBEN UND WERKE ABÜLWALId’s. halb des spanischen Judenthums, sondern auch seine, wenn auch nicht ebenbürtige, so doch nicht zu verachtende Vertrautheit mit den Lehren der neuen grammatischen Schule, zu deren Begründer er auch in einem persönlichen Schülerverhältnisse gestanden, und seine bei allem Übelwollen auch ernste Argumente vorführende Polemik, der auch neue Gesichtspunkte nicht fehlten, wie aus den im Namen Samuels überlieferten grammatischen Meinungen ersiehtlieh ist, Hessen seine Gegnerschaft als eine gefährliche und nur mit dem vollen Aufgebote aller Kräfte abzuwehrende erscheinen. Zudem versetzte die Grundlosigkeit und Ungerechtigkeit mancher in den »Sendschreiben« enthaltenen Anschuldigungen und Unterschiebungen Abulwalid in begreifliche Aufregung. So waren die Impulse zu einer über das gewöhnliche Maass hinausgehenden Widerlegungsschrift gegeben, bei deren Abfassung ihn nicht die Rücksichten der Pietät banden, die er dem Andenken Hajjug’s zollte, aber auch nicht der Unmuth darüber, mit einem der Widerlegung unwerthen Gegner streiten zu müssen. Abulwalid war damals mit den Vorarbeiten zu seinem grossen Hauptwerke beschäftigt, 119) dessen Beendigung eben durch die Fehde mit Samuel hinausgeschoben wurde. So fehlte es ihm neben den Impulsen nicht auch an reichem Materiale, um in seiner Widerlegungsschrift dem ihm schnöde meisternden Jünger Hajjüg’s den Meister zu zeigen. Es entstand die Schrift, welche allein unter den sprachwissenschaftlichen Arbeiten Abulwalid’s verloren gegangen ist, über die aber ihr Verfasser-selbst so zahlreiche. Andeutungen in seinem nachher verfassten Hauptwerke gegeben hat, dass diese genügen, uns eine allgemeine Vorstellung von dem Kitäb-at-T a s ch wir, Buch der Beschämung oder Verwirrung, ־ so nannte Abulwalid bezeichnend genug seine Streitschrift 120) — seiner Eintheilung und seinem Inhalte zu ermöglichen. Aus diesen Andeutungen, ergänzt durch einige wenige Anführungen bei anderen Schriftstellern, hat J. Derenbourg von dem Inhalte des 9!נ) jjr verweist zweimal im Taswija, Op. 371 und 376, auf das »Buch, welches er über die Sprache abzufassen gedenke« (אלפתאב אלדי אסתאנף תאליפה פי אללגה und אלכתאב אלמסתאנף אלתאליף אן קצי אללה) 120) תשויף übersetzt Ibn Tibbön mit הכלמה, docli findet sich auch die Übersetzung תופחת (Wb. 23, n. 6, s. Op. CXXII, n. 3), und dem letzteren entsprechend übersetzt Derenbourg: remontrance. Munk, Notice p. 83 : »Livre pour confondre (über pudefactionis).«

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