Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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20 LEBEN UND WERKE ABULWAIJd’s. jenes Kampfes fernabliegenden Leser über ihn folgendermaassen: 106) In Abulwalid’s Zeit lebte ein grosser Mann in Israel, Namens R. Samuel Hannägid; den verdross es, dass Jener seinen Lehrer Hajjüg angegriffen hatte und ihm Irrthümer und Mängel naehwies. Er eilte, ihn zu widerlegen, wodurch Abulwalid genötigt wurde, ein Buch zu verfassen, in dem er seine Kritik rechtfertigte. — Endlich J ehuda Ihn Tibbön stellt in der Vorrede zu seiner Übersetzung von Abulwalid’s Grammatik 107) diesen nebst Samuel als die beiden berufenen Schüler und Nachfolger Hajjüg’s dar: »diese gürteten sich mit Macht zum Streite, um Verborgenes an’s Licht zu fördern; sie wetteiferten in ihrer Kunst undschaarten Heer gegen Heer. Der Inhalt ihrer Kämpfe und ihre Meinungen sind verzeichnet in ihren Büchern.« — Abulwalid selbst nennt in seinem späteren Hauptwerke weder den Namen seines Gegners noch den der gegnerischen Streitschrift, obwol er auf seine eigene Streitschrift sehr oft hinweist. Nur einmal, — bei Gelegenheit der Erwähnung von Eällen ungerechter Verletzung seines geistigen Eigen thumsrechtes, spricht er von dem »Neider, der seinen Mustalhik bekämpfte und einige seiner besonders merkwürdigen Aufstellungen Leuten aus dem Orient zuschrieb, die nie existirt haben.« 108) Was nun die schon im Taswijä als von dem Parteigänger Samuel’s angekündigt erwähnte Streitschrift des Letzteren betrifft, so führt sie den Titel: R a s ä i 1 al־r a f ä i k, Sendschreiben der Genossen, geht aber nicht, wie der Titel mutmassen liesse, auf einen ganzen Kreis von Verfassern zurück, sondern hat bloss Samuel zum Urheber. Schon der Titel zeigt, dass es eine Reihe von-Abhandlungen war, in denen der Nägid den Kritiker Hajjüg’s bekämpfte. Das wird durch die von Abraham Ihn Esra gemeldete Thatsache bestätigt, dass der N Igid zweiundzwanzig grammatische Schriften verfasste, 109) die wol, wenn auch nicht alle, so doch zum grossen Theile mit den »Sendschreiben« identisch sind. Nicht abweisbar scheint die Annahme, dass das »Buch des Genügens,« welches ebenfalls Abr. Ibn Esra anderwärts als alleiniges und zwar sehr bedeutendes Werk 106) Einleitung zum Macliberetli, ed. S. G־. S t e r n, p. XXII. דסב) ft. n, 2—7. 108) B. 185, 22 f. Eine Anspielung• auf den Nägid kann man auch in dem Ausfälle, Wh. 408,1—5 erkennen. 109) Jesöd Möra, c. I, s. Gr r ä 155, G. d. J. YI, 25, Op. XXXY.