Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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IIAJJUG. IM EXII, UND IN SARAGOSSA. 11 Hajjüg’s: zu den kleineren Schriften bietet die Kritik Hajjng’s Veranlassung und bildet deren Grundlage und Hauptinhalt; und im Hauptwerke, besonders dem lexicaliscben Tbeile desselben, lässt er alles bei Seite, was schon bei seinem Vorgänger behandelt war, und schädigt so durch die pietätsvolle stete Rücksichtnahme auf die Leistung des Letzteren die Vollständigkeit seiner eigenen. Koch in Cordova beschäftigte sich Abulwahd mit dem Plane, die in den Schriften Hajjüg’s wahrgenommenen Lücken zu ergänzen. 59) Doch hielt ihn das Gefühl der Ehrfurcht vor dem nicht lange vorher Verstorbenen davon zurück, seine Bemerkungen herauszugeben. Kerner aber trat inzwischen י das schon erwähnte Ereigniss ein, welches Abulwalid zwang, seine Vaterstadt zu verlassen und ihn zunächst für längere Zeit zu einem unstäten Wanderleben verurtheilte, bis er sich endlich in Saragossa niederliess. 60) Das schmerzvolle Bewusstsein des Exulanten, welches noch in seinem Alter sich vernehmen lässt,61) spricht sich lebhaft aus in seinem in der neuen Heimat zur Vollendung gelangten ersten Werke, dessen etwaige Mängel er eben durch das ihm aufgenöthigte unstäte Leben und die schweren Kümmernisse der Verbannung entschuldigt. Er wendet dabei die Worte von Jeremias 48, 11 an: sein Zustand sei das Gegentheil des in jenem Bibelverse von Moab Ausgesagten; ihm sei es nicht vergönnt geblieben, ruhig zu leben von Jugend an, ohne »von einem Gefäss in’s andere« gegossen zu werden. 62) Dass er das in Rede stehende Werk, die Ausführung eines schon in Cordova gefassten Planes, trotz der alten Bedenken doch erscheinen liess, schreibt Abulwalid dem Wunsche eines Kreises von befreundeten Mitstrebenden, besonders eines Freundes zu, dem er dasselbe widmete. Er nennt es Mustalhik, den Ergänzer, weil es die beiden Bücher Hajjüg’s über die schwaehlautigen und die doppelläufigen Zeitwörter ergänzen sollte. Für die Gründlichkeit 59) Op. 1, zu Beginn des Mustalhik. Es ist nicht ersichtlich, woher Grä tz YI, 26 f-, seine Behauptung* schöpfte, dass Ihn Ganäh »noph vor seiner Aus- Wanderung aus Cordova nach Saragossa, also noch in seiner Jugend, gegen Chajüg’s Gesichtspunkte in einem Schriftehen ankämpfte.« 60) Op. 3, 5, 243 f. 61) R. 185, 10; s. Op. XIY (woselbst in n. 2 statt 244 zu lesen ist 243). 62) Op. 5.