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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1885-01-01 · [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885) · page 15

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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DIE PHILOSOPHEN. METAPHYSIK. RELIGIÖSE UND REALE WISS. 9 der Philosophie die Substanz bezeichne. 51) — Zu Kah. 3, 19 bemerkt er: Der Weise fasst den Menschen als Accidenz auf, obgleich die Individuen die ersten Substanzen sind, weil der Mensch der Auflösung und Vergänglichkeit unterworfen ist.52) Aus dem arabisehen, auch in’s Hebräische übertragenen Terminus für Voeal, der eigentlich »Bewegung« bedeutet, ergiebt sich für Abulwalid die Parallele zwischen den drei Grundbewegungen in der Natur und den drei von ihm angenommenen Grundvocalen. 53) Aus religiösen Gründen, auch wol vermöge einer gewissen Nüchternheit seines Denkens, war Abulwalid ein Gegner der Metaphysik. In Koheleth 12, 12 erblickter eine Warnung gegen die Beschäftigung mit jenen Büchern, welche angeblich zur Wissenschaft der Principien führen, auf denen die Schöpfung der oberen und unteren Welt beruht; das wäre ein vergebliches Ziel und das Streben danach bewirke bloss Zerstörung der ־Religion und Wahrheit und nutzlose Anstrengungen der Seele. Hingegen warnt in jenem Bibelsatze der Weise durchaus nicht vor dem Übermaass im Studium der religiösen Wissenschaften oder solcher Wissenszweige, die nützlieh sind und zur Kenntniss der Wahrheit führen.54) Unter den religiösen Wissenschaften versteht Abulwalid gewiss die zum Studium der heiligen Schrift und der Traditionslitteratur gehörenden Fächer; unter den nützlichen und zur Wahrheit führenden Disciplinen werden diejenigen gemeint sein, welche das überhaupt Erkennbare lehren, die realen Wissenschaften und auch die Philosophie, soweit sie nicht sich fruchtlosen und die Religion gef ährdenden Speculationen hingiebt. Welches die hauptsächlichsten Wissensgebiete waren, auf denen sich Abulwalid’s Studien bewegten, ist aus dem Bisherigen leicht zu ersehen. Mit dertalmudi- 51)Wb. 575, 16—iS (citirt von Scheint ob b. Isak, bei Steins c 1111 e i d e r, J. Letterbode YIII, 109); ebenso in Bezug• auf die Übersetzung von כתם mit גוהר, wb. 335,8. 53) Wb. 110, 32 f. מקרה ist als philosophischer Terminus (= ערץ) und als Praedikat zu בני האדם aufgefasst. 53) S. Op. 275 f. und LXXXI. Ygl. Abr. Ibn Esra als Gramm. S. 61 f., 192. 54) r. 161,2—34. z. 10 ist statt משיגים zu lesen: מושגים* z.13 תושג statt תשיג; Z. 16 ist vor בלתי מועילה die Übersetzung des folgenden Passus ausgefallen:,מן אלהכמה או יצדנא ענד, אד טלב מא לא נד,איו? לד, also etwa: מן החכמה או ידיחנו ממנו כי בקשת מה שאין לו קץ; z. 171.מצונו statt מציגו; z. 241.ואתה רוצה לומר st.ו״ל ואתה; z. 281.ופרוש st.ופרושו.

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