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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1885-01-01 · [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885) · page 13

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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STUDIEN. MEDICIN. LOGIK. 7 sehen Schrift anwendet, 34) gehört dem Kreise ärztlicher Praxis an. Dass aber Abulwalid auch in seiner medicinischen Schriftstellerei eine gleichsam philologische Sichtung einschlug, zeigt der Umstand, dass, wie Ibn Abi 0seibica berichtet, sein Buch über die einfaeben Medicamente auch eine Definition der in der Medicin gebrauchten Maasse, sowohl der Gewichtsals der Hohlmaasse enthielt.35) Dass sich Abulwalid um das Studium der Logik bemüht habe, erwähnt derselbe muhammedanische Historiker. 36) Logischer Geist zeigt sich überall in seinen Schriften, welche Schärfe der Definitionen, Klarheit der Darstellung, und in den polemischen Ausführungen eindringende Dialektik auszeichnet. Aber auch Einzelnes darf hervorgehoben werden. Abulwalid citirt einmal einen Satz im Namen »Aristoteles’, des Verfassers der Logik.« 37) Um die Bedeutung des hebräischen im Sinne von »es giebt« zu veranschaulichen, führt er den Satz der »Logiker« an: Es giebt Substanzen und es giebt Accidenzen.« 38) In bezeichnender Weise bekundet er seine Vorliebe für logische Darstellung in der consequenten Durchführung der schon von Hajjug angewendeten Kategorien: Gattung, Art und Individuum auf die Lexicologie der Sprachwurzeln. 39) Von Aristoteles citirt Abulwalid auch das Buch der Thiere, über die in Abessynien heimischen geflügelten Schlangen. 40) In des »Philosophen«, d. i. Aristoteles’ Namen führte er in der Einleitung zu seiner ersten Schrift den bekannten Satz an: »Es streiten die Wahrheit und Plato, beide sind mir werth, doefi die Wahrheit werther.« 41) Von Plato selbst citirt er zwei Sätze, den einen über das Alter 34) Im Taschwir, Op. L, LIY. *') Die ganze steile lautet: ולה מן אלכתב כתאב אלתלכיץ וקד צבעה תרגמה אלאדויה אלמפרדה ותהדיד אלמקאדיר אלמסתעמלה פי צנאעה אלטב מן אלאוזאן ואלמכאייד. se) Er sagt :ולה ענאיה פי צנאעה אלמכטרן. 3,) R. 3, 8 : ארפטו צאהב אלמנטק• übel• dieses Epitheton des Aristoteles s. Ibn Abi Oseibia I, 57 unt. 38) wb. 299 , 25 f.:אצהאב אלנעטק. 89) S. Op. 2 f., 11 f.; vgl. Wb. 8, 3. — Bezeichnend ist die logisch knnstgerechte Formulirung Wb. 47, 5: Jede Terebinthe ist ein Baum, aber nicht jeder Baum eine Terebinthe. 40) Wb. 751, 2 ff. Ygl. ib. 750, 28 über die »verbrennenden« Schlangen, wie sie von den »Philosophen« genannt werden. 41) Op. 4.

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