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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1885-01-01 · [8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885) · page 9

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
[8.] für das Schlujahr 1884-85 (1885)
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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IN LUCENA. ISAK B. SAUL. POESIE. 3 über die er sich erhaben glaube. 12) Diese etwas schroffe Gering- Schätzung der Poesie, verbunden mit der von Selbstgefälligkeit nicht ganz freien Erwähnung seiner eigenen Versuche in derselben, trug Abulwalid später den Tadel des berühmten Kritikers und Dichters Moses IbnEsra ein, der dabei auf ausgezeichnete Gelehrte der Araber, wie Asma’1, Gähit und Andere hinweist, die ebenfalls Meister der Sprache waren, aber unfähig Verse zu machen. 13) — Isak b. Saul wird von Abulwalid nicht nur als sein Lehrer in der Poesie genannt, sondern er bezeichnet ihn auch als »einen der hervorragendsten Meister der Sprachwissenschaft« 14) und citirt von ihm gehörte Erklärungen biblischer Ausdrücke. 15) Als intimere Erinnerung aus seinem Verkehre mit Isak b. Saul erzählt er, dieser habe zu seiner nächtlichen Privatandacht den 143. Psalm benutzt, dies aber aufgegeben, als er sich dabei betraf, dass er ein Wort des genannten Psalmes (כפיתי, v. 9) nicht verstünde. 16) 12) E,. 186, l f. In der hebräischen Uebersetzung־ ist der Sinn durch einen Fehler entstellt. Es muss statt ואינני אצלי gelesen werden: (seil. ואיננו (השיר ולא הו איצא;נגדי אצלי. 13) S. D e r e 11 b 0 u rg Opuscules, p. XIX. n. i. 14) 0p. 333,10:,בעץ אלשיוך' אלמתקדמין פי עלם אללגד. 15) So die Erklärung von ידו, Obadja v. 11, Op. 333, B. 162, 20, Wb. 276, 5; zu עליה, Jes. 27, 3, AVb. 581, 6 (s. Ibn E sra z. St.); zu Hosea 11, 9, •Wb. 521, 8 (s. D. K i m c 11 i, Wörterbuch, s. v. עיר). 16) Wb. 326, 25 ff. und 139, 29 ff. — Gr ä t z, Geschichte der Juden YI, 25 nennt Is. Ibn Sahal als Lehrer Abulwalids in der Poetik *, ebenso sagt H al u b in der — liebr. — Geschichte der jüdischen Aerzte (1882) p. 24: ור, יצחק אבו סאהאל הורהו דרכי המליצה והשיר. Der Urheber dieser Verwechslung von Ibn Sahal mit Ibn Saul ist der Herausgeber des Bikmä, der in der kurzen Biographie Abulwalids, die er seiner Edition vorausschickt, den »Dichter Isak b. Sahal« als Denjenigen nennt, von dem Jener in seiner Jugend הכמת השיר והמליצה lernte. Er verweist dabei auf B. 123, 2. Dort ist in der That יצחק H בן סהל aus Teimesan genannt (im Original: אבו אברהים בן סהל אלתלמסאני), aber als ein Bekannter Abulwalids, der ihm gerade in Bezug auf einen Vers Is. Ibn Sauls eine interessante Erfahrung berichtete, die er in Aegypten gemacht hatte. Den Isak Ibn Saul selbst hat G o 1 d b e r g in dem von ihm edirten Werke gänzlich übersehen, da er am Schlüsse der Einleitung im Begister der im Bikmä citirten Autoren bloss יצחק בן סהל nennt; vielleicht galt er ihm für identisch mit יצחק בן שאול. Der letztere Umstand führte auch Neubauer irre. Er sagt (Notice sur la lexieographie hebraique, p. 183, n. 3) : »c’est le meme auteur probablement que Djanäh appelle dans sa Grammaire Jichak ben Sahl« — und verweist dann auf den Schluss der Einleitung zum Bikmä. ־5־1

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